Mediziner zweifeln an Strafverschärfungen bei Gewalt gegen Personal

31. Dezember 2025
1 min Lesezeit

Mediziner zweifeln an Strafverschärfungen bei Gewalt gegen Personal

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaft: Sicherheit von medizinischem Personal in Berlin

() – Der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Notfallmedizin (DGINA), Harald Dormann, zweifelt am Vorstoß von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) für härtere Strafen bei Angriffen auf medizinisches Personal.

„Ich glaube nicht, dass die Androhung von höheren Strafen dazu führt, dass medizinisches Personal besser vor Angriffen geschützt wird“, sagte Dormann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). Bereits heute seien Haftstrafen von bis zu fünf Jahren möglich, „das hat offensichtlich nicht dazu geführt, dass medizinisches Personal sicher ist“.

„Vor allem Kliniken und Notaufnahmen erleben überdurchschnittlich häufig Gewalt“, so Dormann. Viele Krankenhäuser reagierten darauf bereits mit Maßnahmen wie Deeskalationsschulungen und Sicherheitsdiensten. „Aber das ist alles nicht gegenfinanziert, das zahlen die Häuser aus Budgets, die ohnehin schon viel zu knapp sind.“

„Wir können umgehen mit psychisch erkrankten Menschen, mit drogenabhängigen oder intoxikierten Patienten“, sagte Dormann. Voraussetzung dafür seien jedoch ausreichend Personal und gezielte Schulungen. „Insofern empfinde ich die Diskussion über höhere Strafen als sehr einseitig.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Vizepräsident der DGINA, Harald Dormann, äußert Zweifel an härteren Strafen für Angriffe auf medizinisches Personal.
  • Gewalt gegen medizinisches Personal tritt häufig auf, insbesondere in Kliniken und Notaufnahmen.
  • Maßnahmen wie Deeskalationsschulungen werden ergriffen, sind jedoch nicht ausreichend finanziert.

Warum ist das wichtig?

  • Zweifel an der Wirksamkeit höherer Strafen für den Schutz von medizinischem Personal
  • Vorhandene Maßnahmen zur Gewaltprävention sind oft unzureichend finanziert
  • Notwendigkeit von ausreichend Personal und gezielten Schulungen zur Verbesserung der Situation

Wer ist betroffen?

  • medizinisches Personal
  • Kliniken
  • Notaufnahmen

Zahlen/Fakten?

  • Haftstrafen von bis zu fünf Jahren sind bereits möglich
  • Kliniken und Notaufnahmen erleben überdurchschnittlich häufig Gewalt
  • Kosten für Deeskalationsschulungen und Sicherheitsdienste müssen aus bereits knappen Budgets gedeckt werden

Wie geht’s weiter?

  • Weitergabe von Initiativen zur Verbesserung des Schutzes von medizinischem Personal
  • Implementierung von Deeskalationsschulungen und Sicherheitsmaßnahmen in Krankenhäusern
  • Diskussion über Finanzierung der Schutzmaßnahmen und Schulungen anstoßen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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