Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Verbraucherschutz und Online-Betrug in Deutschland
Berlin () – Verbraucherpolitiker von Union und Grünen zeigen sich offen für den Aufbau eines zentralen Anti-Scam-Zentrums zur Bekämpfung von Online-Betrug in Deutschland. „Zögern können wir uns angesichts der rasant zunehmenden und immer professioneller organisierten Betrugsformen nicht länger leisten“, sagte Carsten Brodesser (CDU), Obmann der Unionsfraktion im Finanzausschuss des Bundestags, dem Nachrichtenportal „T-Online“ am Dienstag.
Deutschland brauche eine zentrale, schlagkräftige Struktur, in der Banken, Telekommunikationsunternehmen und Ermittlungsbehörden verbindlich zusammenarbeiten, so Brodesser. Anti-Scam-Zentren im Ausland zeigten, was möglich sei. „Dass wir das Modell in Deutschland bislang nicht mal ernsthaft diskutieren, ist ein klares Versäumnis.“
Auch der Grünen-Politiker Till Steffen, Sprecher seiner Fraktion für Verbraucherschutzpolitik, sieht Handlungsbedarf. Um laufende Scam-Kampagnen früh zu erkennen und einzudämmen, brauchen man einen schnellen Informationsaustausch zwischen Verbrauchern, Banken, Unternehmen, Telekommunikation und Ermittlungsbehörden, sagte er zu „T-Online“. Deutschland hinke hinterher.
Der Vorschlag eines Anti-Scam-Zentrums geht auf den Oberstaatsanwalt Nino Goldbeck von der Zentralstelle Cybercrime Bayern zurück. Nach Einschätzung Goldbecks hat Online-Betrug inzwischen ein massives Ausmaß erreicht. Der jährliche Schaden allein in Deutschland könne bereits bei mehr als zehn Milliarden Euro liegen. „International ist es Konsens, dass wir eine `Scamdemie` erleben, eine Pandemie des Onlinebetrugs“, sagte Goldbeck. In Deutschland sei dafür bislang kaum Bewusstsein vorhanden.
International setzen mehrere Länder bereits auf spezialisierte Anti-Betrugs-Zentren, in denen staatliche Stellen und private Unternehmen zusammenarbeiten. In Deutschland gibt es bislang keine vergleichbare Einrichtung.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Verbraucherpolitiker von Union und Grünen unterstützen den Aufbau eines zentralen Anti-Scam-Zentrums zur Bekämpfung von Online-Betrug in Deutschland.
- Der jährliche Schaden durch Online-Betrug in Deutschland könnte über zehn Milliarden Euro betragen.
- In Deutschland gibt es bislang kein vergleichbares Anti-Betrugs-Zentrum, während internationale Modelle bereits erfolgreich arbeiten.
Warum ist das wichtig?
- Zunehmender Online-Betrug erfordert schnelle Gegenmaßnahmen
- Notwendigkeit einer zentralen Kooperation von Banken, Telekommunikation und Behörden
- Fehlendes Bewusstsein in Deutschland trotz massiver finanzieller Schäden
Wer ist betroffen?
- Verbraucher
- Banken
- Telekommunikationsunternehmen
Zahlen/Fakten?
- Jährlicher Schaden durch Online-Betrug in Deutschland über zehn Milliarden Euro
- Internationale Zusammenarbeit in Anti-Betrugs-Zentren bereits in mehreren Ländern
- Fehlendes Bewusstsein für Online-Betrug in Deutschland
Wie geht’s weiter?
- Aufbau eines zentralen Anti-Scam-Zentrums zur Bekämpfung von Online-Betrug
- Verbesserter Informationsaustausch zwischen Banken, Verbrauchern und Ermittlungsbehörden
- Diskussion über das Modell und internationale Zusammenarbeit intensivieren
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