Wirtschaftsweiser hält Debatte um Rente für "komplett übertrieben"

31. Dezember 2025
1 min Lesezeit

Wirtschaftsweiser hält Debatte um Rente für "komplett übertrieben"

News - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Perspektiven zur gesetzlichen Rente in Deutschland

Berlin () – Der Ökonom und Wirtschaftsweise Achim Truger hat die Debatten über Finanzierungsprobleme bei der gesetzlichen Rente als maßlos übertrieben und als Gift für die Konjunktur bezeichnet. „Dass sich junge Menschen sorgen, ist das Resultat von massiven Kampagnen, die behaupten, die Rente stehe kurz vor dem Kollaps und alles sei katastrophal“, sagte Truger dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Das sei nicht der Fall.

Auch er rechne mit einem Anstieg der Beiträge, die gesetzliche Rente werde aber die wichtigste Säule bei der Altersvorsorge bleiben, sagte er. „Sie so schlechtzureden, führt zu Verunsicherung und ist damit übrigens auch Gift für die Konjunktur.“ Richtig sei, dass es durch den demografischen Wandel mehr Alte und weniger Junge gebe. „Die ganze Debatte um die Rente halte ich aber für komplett übertrieben.“

Es gebe noch viele Stellschrauben, um das System zu stabilisieren, sagte Truger. Als Beispiel nannte er etwa die Einbeziehung von Selbständigen, die bisher nicht abgesichert sind. Der Idee, das Renteneintrittsalter an die Anzahl der Beitragsjahre zu koppeln, kann der Ökonom zwar etwas abgewinnen. Er warnte zugleich: „Aber daran stört mich, dass Frauen stark belastet würden, weil sie meist größere Unterbrechungen in der Erwerbsbiografie haben.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Achim Truger (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Achim Truger bezeichnete die Debatten über Finanzierungsprobleme der gesetzlichen Rente als übertrieben und schädlich für die Konjunktur.
  • Er sieht die gesetzliche Rente als wichtigste Säule der Altersvorsorge und warnt vor Verunsicherung.
  • Truger schlägt vor, Selbständige in das Rentensystem einzubeziehen und äußert Bedenken bezüglich der Belastung von Frauen durch ein an Beitragsjahre gekoppeltes Renteneintrittsalter.

Warum ist das wichtig?

  • Übertriebene Debatten über Rentenfinanzierung verunsichern junge Menschen.
  • Gesetzliche Rente bleibt zentrale Säule der Altersvorsorge.
  • Reformmöglichkeiten existieren, wie die Einbeziehung von Selbständigen.

Wer ist betroffen?

  • Junge Menschen
  • Frauen
  • Selbständige

Zahlen/Fakten?

  • Anstieg der Beiträge zur gesetzlichen Rente wird erwartet
  • Demografischer Wandel: mehr ältere und weniger jüngere Menschen
  • Einbeziehung von Selbständigen könnte System stabilisieren

Wie geht’s weiter?

  • Anstieg der Rentenbeiträge erwartet
  • Stabilisierung des Systems durch Einbeziehung von Selbständigen
  • Koppelung des Renteneintrittsalters an Beitragsjahre wird diskutiert, aber mit Vorsicht betrachtet
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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