Wirtschaftsweiser Truger will Krisen-Soli

12. November 2025
1 min Lesezeit

Wirtschaftsweiser Truger will Krisen-Soli

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Vorschläge zur Krisenfinanzierung in Deutschland

() – Der Wirtschaftsweise Achim Truger schlägt vor, dass die sieben Prozent Topverdiener in eine Krisen-Abgabe zahlen, um soziale Kürzungen zu vermeiden. „Ich persönlich plädiere für eine Solidaritätsabgabe für Krisen und Verteidigung“, sagte Truger der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagsausgabe).

Der Bundesregierung drohe durch Ausgaben etwa für Verteidigung und geringere Unternehmenssteuern eine Haushaltslücke, die 2029 rund 200 Milliarden Euro betragen könne. „Das durch Kürzungen auszugleichen, wäre sozialer Kahlschlag“, so Truger.

Der Wirtschaftsweise geht damit über die Forderung des Sachverständigenrats hinaus, der im Gutachten eine stärkere Belastung reicher Firmenerben fordert, um Erbschaften gleichmäßiger zu besteuern. Dabei gibt es einen Konflikt: Ratsmitglied Veronika Grimm nennt diese Diskussion in einem Minderheitsvotum „fahrlässig“.

Truger verteidigte die Forderung. „Unsere Argumente sind klar und nachvollziehbar. Dass man sie nicht aussprechen soll, ist mir zu viel der Verneigung vor den Familienunternehmern“, sagte er. Es geschehe häufig, dass gigantische Betriebsvermögen mit lächerlich niedrigen Sätzen besteuert würden oder gar nicht. „Wenn ich 150.000 Euro von der Tante erbe, zahle ich im Zweifel mehr als jemand, dem eine Firma im Milliardenwert in den Schoß fällt.“ Die Interessen der Reichen seien in der Politik überrepräsentiert, so Truger. „Wir sollten die Macht der Reichen in Deutschland begrenzen.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Achim Truger am 12.11.2025

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Achim Truger schlägt eine Krisen-Abgabe für die sieben Prozent der Topverdiener in Deutschland vor.
  • Er warnt vor einer Haushaltslücke von 200 Milliarden Euro bis 2029 und sozialen Kürzungen.
  • Truger kritisiert die ungleiche Besteuerung von Erbschaften und die Überrepräsentation reicher Interessen in der Politik.

Warum ist das wichtig?

  • Vermeidung sozialer Kürzungen durch zusätzliche Abgaben von Topverdienern
  • Notwendigkeit, Haushaltslücken durch gerechte Besteuerung zu schließen
  • Stärkung der sozialen Gerechtigkeit in der Steuerpolitik

Wer ist betroffen?

  • sieben Prozent der Topverdiener in Deutschland
  • reiche Firmenerben
  • Familienunternehmer

Zahlen/Fakten?

  • 7 Prozent der Topverdiener in Deutschland sollen Krisen-Abgabe zahlen
  • Haushaltslücke der Bundesregierung könnte 2029 rund 200 Milliarden Euro betragen
  • Reiche Firmenerben sollen stärker belastet werden für gleichmäßigere Besteuerung von Erbschaften

Wie geht’s weiter?

  • Einführung einer Solidaritätsabgabe für die Topverdiener
  • Vermeidung sozialer Kürzungen durch zusätzliche Einnahmen
  • Diskussion über gerechtere Besteuerung von Erbschaften und Betriebsvermögen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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