CDU-Politiker fordern nach Ceuta Konsequenzen für Migrationspolitik

31. Juli 2026
1 min Lesezeit

Politik: Konsequenzen nach Ceuta-Zustrom

() – Nach dem Ansturm von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta fordern CDU-Innenpolitiker Konsequenzen für die europäische Migrationspolitik.

Günter Krings, Chef der CDU-Landesgruppe aus im Bundestag sowie Innen- und Rechtspolitiker, kritisierte im „Spiegel“ die jüngste Entscheidung des spanischen obersten Gerichtshofes, die es untersagt, Migranten in den Enklaven Ceuta und Melilla direkt wieder zurückzuschicken. „Aber auch die Einbürgerung von Hunderttausenden illegaler Zuwanderer durch die Sanchez-Regierung hat hier Hoffnungen geweckt“, so Krings.

Der Schlüssel zum Schutz der EU-Außengrenze in Afrika seien allerdings weniger Grenzschutzanlagen als ein gutes Verhältnis zu . Von dort kamen die Zehntausende Menschen nach Ceuta. müsse die Beziehungen zu einem südlichen Nachbarn jetzt sehr schnell wieder verbessern, sagte Krings. Zudem müssten die Vorfälle ein Ansporn für die EU sein, „die im Grundsatz bereits beschlossenen Rückkehrzentren in Drittstaaten außerhalb von Europa energischer voranzutreiben.“ Er sprach sich zudem dafür aus, anzustreben, Asylverfahren außerhalb der EU durchzuführen und dafür auch mit Marokko in Gespräche zu treten.

Alexander Throm, der innenpolitische Sprecher der CDU, teilte dem „Spiegel“ mit: „Wenn es noch einen Beweis gebraucht hätte, dass es Pull-Faktoren gibt, dann ist dieser mit den Geschehnissen in Ceuta erbracht.“ Das spanische Gerichtsurteil habe zu einem Ansturm junger Männer und Jugendlicher geführt und Leben gekostet.

Sollten die Menschen europäisches Festland erreichen, so wird dies auch eine Bewährungsprobe für das neue gemeinsame Europäische Abwehrsystem (GEAS) sein. Sowohl für Menschen aus Marokko, das im Rahmen der neuen EU-Asylreform als sicherer Herkunftsstaat gelte, als auch für Menschen aus , müsse das neue beschleunigte Grenzverfahren konsequente Anwendung finden.

Nach Angaben spanischer Sicherheitskreise sind in den vergangenen Tagen rund 60.000 Migranten auf irregulärem Weg nach Ceuta gelangt, die meisten von ihnen am vergangenen Donnerstag. Es handelt sich demnach um die größte Zahl von Migranten, die seit mindestens 2021 in die spanische Enklave gelangt ist.

Die EU-Grenzschutzagentur Frontex teilte dem „Spiegel“ mit, Spanien habe bislang keine zusätzliche Unterstützung angefordert. Frontex sei vor Ort und unterstütze die nationalen Behörden bei Grenzkontrollen im Seehafen, sagte ein Sprecher. Die Durchbrüche an der Grenze von Ceuta lägen jedoch „außerhalb des Tätigkeitsbereichs“ der Agentur. Frontex verfolge die Lage weiterhin aufmerksam.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Spanische Exklave Ceuta (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

CDU-Politiker fordern nach Ceuta Konsequenzen für Migrationspolitik

News - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Nach einem Ansturm gelangten in den vergangenen Tagen rund 60.000 Migranten irregulär nach Ceuta, die meisten am vergangenen Donnerstag
  • Das spanische Gericht untersagte das direkte Zurückschicken von Migranten aus Ceuta und Melilla, was laut CDU zu einem Ansturm mit Todesopfern geführt habe
  • CDU fordert schnellere Verbesserung der EU-Migrationspolitik, insbesondere Rückkehrzentren in Drittstaaten sowie Asylverfahren außerhalb der EU mit Gesprächen auch mit Marokko

Warum ist das wichtig?

  • Konsequenzen für die EU-Migrationspolitik wegen des Urteils gegen direkte Rückschickungen in Ceuta und Melilla sowie der Wirkung als Pull-Faktor auf Migrantenströme
  • Bedeutung eines guten Verhältnisses zu Marokko und einer konsequenten Umsetzung von EU-Rückkehrzentren sowie beschleunigten Grenz- und Asylverfahren außerhalb der EU
  • Belastungsprobe für das GEAS: Konsequente Anwendung der beschleunigten Grenzverfahren für Menschen aus Marokko und Algerien

Wer ist betroffen?

  • Migranten, die auf irregulärem Weg nach Ceuta gelangt sind, insbesondere junge Männer und Jugendlicher
  • Menschen aus Marokko, für die das neue beschleunigte Grenzverfahren im Rahmen der EU-Asylreform gilt
  • Menschen aus Algerien, für die das neue beschleunigte Grenzverfahren konsequent angewendet werden soll

Zahlen/Fakten?

  • 60.000 Migranten auf irregulärem Weg nach Ceuta in den vergangenen Tagen
  • „größte Zahl seit mindestens 2021“
  • keine zusätzliche Unterstützung von Spanien an Frontex angefordert

Wie geht’s weiter?

  • Spanien soll die Beziehungen zu Marokko schnell wieder verbessern, um die EU-Außengrenze besser zu schützen
  • EU-Rückkehrzentren in Drittstaaten energischer vorantreiben und Asylverfahren außerhalb der EU anstreben
  • Das neue beschleunigte Grenzverfahren des GEAS konsequent anwenden
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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