Niedersachsen warnt vor Waldbrandgefahr und baut Prävention aus

30. Juli 2026
1 min Lesezeit

Niedersachsen Waldbrandvorsorge im Fokus
() – Angesichts verheerender Waldbrände in Europa ruft das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zu besonderer Vorsicht mit offenem Feuer auf. Vom 1. März bis 31. Oktober sind Feuer und Rauchen in Wäldern und waldnahen Bereichen verboten.

Fahrzeuge mit heißen Anbauteilen wie Katalysatoren dürfen nicht auf unbefestigten Untergründen abgestellt werden, teilte das Ministerium am Donnerstag mit.

Forstministerin Miriam Staudte betonte die Notwendigkeit von Vorbereitung und Prävention: „Die Ausmaße der Waldbrände in Europa sind erschütternd.“ Das Land treibe den Waldumbau zu weniger schnell entflammbaren Laubwäldern voran. Zudem werde das automatisierte Waldbrandfrüherkennungssystem (AWFS) ausgebaut.

Rund 450.000 Euro stehen in diesem und im vergangenen Jahr für die Modernisierung und Erweiterung bereit, unter anderem durch neue Standorte in Alt Garge (Landkreis ) und Rosengarten (Landkreis Harburg). Das System umfasst derzeit etwa 20 Kamera- und Sensoreinheiten an 18 Standorten und überwacht 440.000 Hektar Fläche im nordöstlichen .

Ministerin Staudte übergab im Februar 60 Löschrucksäcke mit Waldbrandwerkzeugen an Kreisfeuerwehrverbände. Bereits 2024 hatte das Ministerium 51 Skid-Units für schnelle Löscheinsätze beschafft.

Parallel überarbeiten die waldbrandgefährdeten Landkreise ihre Waldbrandschutzpläne.

Der präventive „Notfall-Monitor Niedersachsen“ informiert bereits ab der zweithöchsten Waldbrandgefahrenstufe. Für Anfang November 2026 ist die länder- und ressortübergreifende Krisenmanagementübung LÜKEX geplant, die erstmals eine außergewöhnliche Hitze- und Dürrelage simuliert.

Aus Niedersachsen beteiligen sich die zuständigen Ministerien für Inneres, Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft und Verkehr.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Hinweis auf Waldbrandgefahr (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Niedersachsen warnt vor Waldbrandgefahr und baut Prävention aus

Niedersachsen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Niedersachsens Ministerium ruft wegen verheerender Waldbrände in Europa zu besonderer Vorsicht mit offenem Feuer auf und verbietet Feuer und Rauchen in Wäldern sowie waldnahen Bereichen vom 1. März bis 31. Oktober
  • Fahrzeuge mit heißen Anbauteilen dürfen nicht auf unbefestigten Untergründen abgestellt werden; außerdem werden Waldbrandfrüherkennung und Löschmittelmaßnahmen ausgebaut und erweitert
  • Ein Notfall-Monitor informiert früh bei Waldbrandgefahr und für Anfang November 2026 ist eine Krisenmanagementübung zur außergewöhnlichen Hitze- und Dürrelage geplant

Warum ist das wichtig?

  • Verbot von Feuer und Rauchen in Wäldern und waldnahen Bereichen senkt das Risiko von Waldbränden
  • Ausbau des automatisierten Waldbrandfrüherkennungssystems und Modernisierung neuer Standorte ermöglicht frühere Erkennung und schnellere Reaktion
  • Überarbeitete Waldbrandschutzpläne und Übungen wie LÜKEX verbessern die Vorbereitung auf außergewöhnliche Hitze- und Dürrelagen

Wer ist betroffen?

  • Personen, die sich zwischen dem 1. März und 31. Oktober in Wäldern oder waldnahen Bereichen mit offenem Feuer oder Rauch aufhalten
  • Halter von Fahrzeugen mit heißen Anbauteilen wie Katalysatoren, die diese nicht auf unbefestigten Untergründen abstellen dürfen
  • Kreisfeuerwehrverbände in Niedersachsen, die Waldbrandwerkzeuge und Löschrucksäcke erhalten

Zahlen/Fakten?

  • Verbot von Feuer und Rauchen in Wäldern und waldnahen Bereichen vom 1. März bis 31. Oktober
  • 450.000 Euro für Modernisierung und Erweiterung des Waldbrandfrüherkennungssystems in diesem und vergangenen Jahr
  • System: etwa 20 Kamera- und Sensoreinheiten an 18 Standorten, Überwachung von 440.000 Hektar Fläche

Wie geht’s weiter?

  • Vom 1. März bis 31. Oktober sind Feuer und Rauchen in Wäldern und waldnahen Bereichen verboten
  • Das automatisierte Waldbrandfrüherkennungssystem (AWFS) wird ausgebaut und finanziell modernisiert
  • Waldbrandschutzpläne werden überarbeitet und Anfang November 2026 ist eine Krisenmanagementübung (LÜKEX) geplant
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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