Studie: Viele Kinder beim Radfahren unsicher

30. Juli 2026
1 min Lesezeit

Gesellschaft: Verkehrssicherheit für Kinder in

() – Viele Kinder in Deutschland sind auf dem Fahrrad nicht sicher im Straßenverkehr unterwegs. Das ergab eine Studie der ADAC-Stiftung.

Demnach beherrschen nur knapp 60 Prozent der Sieben- bis Neunjährigen grundlegende Fähigkeiten wie Schulterblick, Handzeichen und einhändiges Fahren. Grundsätzlich können 96 Prozent der Kinder zwischen vier und zwölf Jahren in Deutschland Fahrrad fahren. Gleichzeitig sehen viele Eltern Defizite bei den Fähigkeiten, die für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr notwendig sind. 38 Prozent der Sieben- bis Neunjährigen beherrschen keinen Schulterblick, können nicht sicher einhändig fahren und damit auch keine eindeutigen Handzeichen geben. Selbst bei den Zehn- bis Zwölfjährigen liegt dieser Anteil noch bei über 20 Prozent – obwohl viele von ihnen die schulische Radfahrausbildung bereits absolviert haben.

Die Umfrage zeigte, dass 38 Prozent der Sieben- bis Neunjährigen keinen sicheren Schulterblick beherrschen und auch keine eindeutigen Handzeichen geben können. Selbst bei den 10- bis 12-Jährigen lag dieser Anteil noch bei über 20 Prozent, obwohl viele von ihnen bereits eine schulische Radfahrausbildung absolviert hatten. Die ADAC-Stiftung empfiehlt, die Sommerferien zu nutzen, um gemeinsam als Familie das sichere Radfahren zu üben.

Die Verantwortung für die Verkehrserziehung sehen Eltern vor allem bei sich selbst. Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) sieht sich in erster Linie in der Pflicht, Kindern sicheres Verhalten im Straßenverkehr zu vermitteln. 36 Prozent betrachten dies als gemeinsame Aufgabe von Elternhaus und Schule. Nur rund zehn Prozent ordnen die Verantwortung überwiegend der Schule zu. Die schulische Radfahrausbildung wird dabei insgesamt positiv bewertet: 83 Prozent der Eltern sind der Ansicht, dass sie wesentliche Kompetenzen für den Straßenverkehr vermittelt.

Die Ergebnisse der Elternbefragung decken sich mit Erkenntnissen aus einer Lehrkräfteumfrage der ADAC-Stiftung aus dem Frühjahr. Demnach leiden aus Sicht der Lehrkräfte 47 Prozent der Kinder unter erheblichen Aufmerksamkeitsdefiziten im Straßenverkehr. 36 Prozent haben Schwierigkeiten, in entscheidenden Situationen angemessen zu reagieren.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kinder auf Fahrrädern (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Studie: Viele Kinder beim Radfahren unsicher

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • ADAC-Stiftung-Studie zeigt, dass nur knapp 60 Prozent der sieben- bis neunjährigen Kinder grundlegende Rad-Fähigkeiten für den Straßenverkehr wie Schulterblick, Handzeichen und einhändiges Fahren beherrschen
  • 38 Prozent der sieben- bis neunjährigen können keinen sicheren Schulterblick und geben keine eindeutigen Handzeichen; selbst bei zehn- bis zwölfjährigen liegt der Anteil noch über 20 Prozent
  • ADAC-Stiftung empfiehlt, in den Sommerferien gemeinsam als Familie das sichere Radfahren zu üben, während Eltern die Verkehrserziehung überwiegend bei sich selbst sehen

Warum ist das wichtig?

  • Weil nur knapp 60 Prozent grundlegende Fahrrad-Fähigkeiten wie Schulterblick, Handzeichen und einhändiges Fahren beherrschen und damit viele Kinder im Straßenverkehr unsicher sind
  • Weil ein großer Teil der Kinder (bei den 7- bis 9-Jährigen rund 38 Prozent, bei den 10- bis 12-Jährigen noch über 20 Prozent) keinen sicheren Schulterblick und keine eindeutigen Handzeichen kann
  • Weil die ADAC-Stiftung empfiehlt, in den Sommerferien gemeinsam als Familie das sichere Radfahren zu üben und Eltern sowie Schule dafür Verantwortung übernehmen sollen

Wer ist betroffen?

  • Kinder zwischen sieben und neun Jahren, die grundlegende Fahrrad- und Verkehrsfähigkeiten wie Schulterblick, Handzeichen und sicheres einhändiges Fahren nicht ausreichend beherrschen
  • Kinder zwischen zehn und zwölf Jahren, bei denen trotz schulischer Radfahrausbildung ein Anteil von über 20 Prozent Defizite beim Schulterblick und einhändigen Fahren hat
  • Kinder, bei denen Lehrkräfte erhebliche Aufmerksamkeitsdefizite im Straßenverkehr sehen (47 Prozent)

Zahlen/Fakten?

  • knapp 60 Prozent der Sieben- bis Neunjährigen beherrschen grundlegende Fahrradfähigkeiten wie Schulterblick, Handzeichen und einhändiges Fahren
  • 96 Prozent der Kinder zwischen vier und zwölf Jahren können Fahrrad fahren
  • 38 Prozent der Sieben- bis Neunjährigen beherrschen keinen Schulterblick und können nicht sicher einhändig fahren bzw. keine eindeutigen Handzeichen geben
  • 52 Prozent der Befragten sehen ihre eigene Verantwortung, 36 Prozent Elternhaus und Schule gemeinsam, rund 10 Prozent überwiegend Schule

Wie geht’s weiter?

  • Die ADAC-Stiftung empfiehlt, die Sommerferien zu nutzen, um gemeinsam als Familie das sichere Radfahren zu üben
  • Eltern sehen sich besonders in der Pflicht für Verkehrserziehung, während die schulische Radfahrausbildung überwiegend positiv bewertet wird
  • Lehrkräfte berichten aus Sicht der Kinder von Aufmerksamkeitsdefiziten und Schwierigkeiten, in entscheidenden Situationen angemessen zu reagieren
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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