Wirtschaft: FIFA-Investoren in Zürich
Zürich () – Der Fußball-Weltverband Fifa bereitet laut Medienberichten den Einstieg externer Investoren vor. Es solle eine neue Gesellschaft mit dem Namen „Fifa Forward Enterprise“ gegründet werden, über die Medien-, Übertragungs- und Sponsoringrechte gebündelt vermarktet werden, berichteten am Dienstag verschiedene US-Medien.
Und in diese Vermarktungsgesellschaft sollen offenbar auch private Akteure investieren können – wenn auch vorerst nur mit einer Minderheitsbeteiligung. Ziel sei es demnach, bei einer Bewertung von 20 Milliarden US-Dollar vorerst ungefähr vier Milliarden Dollar von Investoren einzusammeln. Zu den möglichen Geldgebern zählt demnach eine US-Investmentgesellschaft.
Mit dem Schritt würde der Weltverband erstmals in seiner Geschichte externe Investoren an seinen kommerziellen Vermögenswerten beteiligen. Hintergrund ist die anhaltend hohe Nachfrage nach Sportrechten.
Nach den derzeit diskutierten Plänen sollen Investoren keine regelmäßigen Dividenden oder Ausschüttungen erhalten. Stattdessen würde sich ihre Rendite aus einer möglichen Wertsteigerung der Gesellschaft ergeben. Gewinne könnten demnach erst durch einen späteren Verkauf der Beteiligung realisiert werden.
Die Fifa will die Erlöse aus dem Deal nach Angaben aus dem Umfeld der Verhandlungen überwiegend über das Förderprogramm „Fifa Forward“ an ihre Mitgliedsverbände weiterleiten. Das Programm finanziert weltweit Projekte zur Entwicklung des Fußballs.
Die Weltmeisterschaft gilt als mit Abstand wichtigste Einnahmequelle des Verbands und erzielt regelmäßig hohe Erlöse. Eine offizielle Stellungnahme der Fifa lag zunächst nicht vor.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Fifa-Logo bei der Fußball-WM 2026 (Archiv), Pressefoto Ulmer/Markus Ulmer via |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Sport - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Die FIFA bereitet laut Medienberichten die Gründung der neuen Gesellschaft „Fifa Forward Enterprise“ vor, in der Medien-, Übertragungs- und Sponsoringrechte gebündelt vermarktet werden sollen
- Private Investoren sollen sich offenbar zunächst mit einer Minderheitsbeteiligung beteiligen können; Ziel ist es, bei einer Bewertung von 20 Milliarden US-Dollar etwa vier Milliarden US-Dollar einzusammeln
- Die FIFA will die Erlöse überwiegend über das Förderprogramm „Fifa Forward“ an Mitgliedsverbände weiterleiten und Investoren sollen keine regelmäßigen Ausschüttungen erhalten, sondern ihre Rendite aus einer möglichen Wertsteigerung ziehen
Warum ist das wichtig?
- Beteiligung externer Investoren an Vermarktungsrechten könnte die kommerzielle Vermögensbasis und Einnahmen der Fifa stärken
- Erlöse würden überwiegend in das Förderprogramm „Fifa Forward“ fließen und so die Entwicklung des Fußballs bei Mitgliedsverbänden unterstützen
- Eine Finanzierung über Wertsteigerung statt regelmäßiger Ausschüttungen verändert die Rendite- und Anreizstruktur für Investoren und stärkt langfristig die Rechtevermarktung
Wer ist betroffen?
- FIFA selbst
- private Akteure (Investoren) mit möglicher Minderheitsbeteiligung
- Mitgliedsverbände der FIFA, die überwiegend von den Erlösen aus dem Deal über das Förderprogramm „Fifa Forward“ profitieren
Zahlen/Fakten?
- Zielwert der Bewertung: 20 Milliarden US-Dollar
- Geplante Investitionssumme: ungefähr 4 Milliarden US-Dollar
- Vorerst geplante Investorenbeteiligung: Minderheitsbeteiligung
Wie geht’s weiter?
- Fifa plant die Gründung der neuen Gesellschaft „Fifa Forward Enterprise“ zur Bündelung und Vermarktung von Medien-, Übertragungs- und Sponsoringrechten
- Externe Investoren sollen sich zunächst nur mit Minderheitsbeteiligungen beteiligen; Ziel sind rund 4 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von 20 Milliarden US-Dollar
- Die Erlöse sollen überwiegend über das Förderprogramm „Fifa Forward“ an die Mitgliedsverbände weitergeleitet werden, ohne regelmäßige Dividenden; Rendite voraussichtlich erst über Wertsteigerung beim späteren Verkauf der Beteiligung
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