Bundespolizei in Potsdam: Bahnhofs-Kontrollen
Potsdam () – Die Bundespolizei hat am vergangenen Wochenende an 48 Bahnhöfen in ganz Deutschland einen Schwerpunkteinsatz gegen Gewaltkriminalität durchgefuehrt. Das teilte das Bundespolizeipräsidium in Potsdam am Dienstag mit.
Insgesamt 2.100 Beamte kontrollierten von Freitag, dem 24. Juli, 15 Uhr, bis Sonntag, dem 26. Juli, 3 Uhr, rund 7.000 Personen.
Mehr als 4.800 Personen wurden aus gefahrenabwehrrechtlichen Gründen durchsucht. Dabei leiteten die Einsatzkräfte über 200 Ermittlungsverfahren ein, darunter 34 wegen Gewaltdelikten, 61 wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und 97 Verstöße gegen Allgemeinverfügungen der Bundespolizei, die das Mitführen gefährlicher Gegenstände in Bahnhöfen untersagen.
Bei 284 Personen lag ein Fahndungstreffer vor, in 16 Fällen vollstreckten die Beamten offene Haftbefehle. Zudem stellten sie 236 gefährliche Gegenstände sicher, darunter Messer, Reizstoffsprühgeräte und andere straf- oder ordnungsrechtlich relevante Gegenstände.
Die Beamten erteilten 166 Platzverweise und führten 142 Gefaehrderansprachen durch.
In 13 Fällen leisteten Tatverdächtige Widerstand, viermal wurden die Einsatzkräfte tätlich angegriffen. Unmittelbar nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin wechselten die eingesetzten Kollegen in die aktive Fahndung.
Entscheidende Verkehrsknotenpunkte im Nahbereich des Tatorts sowie bundesweit wurden umgehend mit starken Kräften besetzt, um den Fluchtkorridor des Tatverdächtigen zu verengen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Polizei (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Berlin - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Die Bundespolizei führte am vergangenen Wochenende an 48 Bahnhöfen einen Schwerpunkteinsatz gegen Gewaltkriminalität durch und kontrollierte rund 7.000 Personen
- Über 4.800 Personen wurden durchsucht, dabei wurden mehr als 200 Ermittlungsverfahren eingeleitet und 236 gefährliche Gegenstände sichergestellt
- Es gab Platzverweise und Gefährderansprachen, in 13 Fällen leisteten Tatverdächtige Widerstand und viermal wurden die Einsatzkräfte angegriffen; nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day wurden Fahndungsknotenpunkte mit Kräften besetzt
Warum ist das wichtig?
- Durch Kontrollen und Durchsuchungen wurden zahlreiche Verdächtige und Fahndungstreffer identifiziert und dabei Ermittlungsverfahren eingeleitet
- Sicherstellung gefährlicher Gegenstände und Platzverweise senken das Risiko weiterer Gewalt in Bahnhöfen
- Sofortige Besetzung von Verkehrsknotenpunkten zur Fahndung und Verengung eines Fluchtkorridors hilft bei der schnelleren Festnahme nach schweren Taten
Wer ist betroffen?
- Personen in Bahnhöfen in ganz Deutschland, die durch Kontrollen überprüft wurden
- 284 durchsuchte Personen aus gefahrenabwehrrechtlichen Gründen
- Tatverdächtige, die in 13 Fällen Widerstand leisteten und in vier Fällen die Einsatzkräfte tätlich angriffen
Zahlen/Fakten?
- 48 Bahnhöfe Schwerpunkteinsatz gegen Gewaltkriminalität
- 2.100 Beamte; Zeitraum 24. Juli 15 Uhr bis 26. Juli 3 Uhr; rund 7.000 kontrollierte Personen
- 200+ Ermittlungsverfahren; 34 wegen Gewaltdelikten; 61 wegen Waffengesetz; 97 Verstöße gegen Allgemeinverfügungen; 284 Fahndungstreffer; 16 Haftbefehle; 236 sichergestellte gefährliche Gegenstände; 166 Platzverweise; 142 Gefährderansprachen; 13 Widerstandsfälle; 4 tätliche Angriffe
Wie geht’s weiter?
- Unmittelbar nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin wechselten die eingesetzten Kollegen in die aktive Fahndung und besetzten wichtige Verkehrsknotenpunkte, um den Fluchtkorridor des Tatverdächtigen zu verengen
- Die Bundespolizei führte weitere gezielte Kontrollen an 48 Bahnhöfen durch, um durch Fahndungstreffer, Haftvollstreckungen und Sicherstellungen gefährlicher Gegenstände die Ermittlungen zu unterstützen
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