Politik in Berlin: Umgang mit AfD
Berlin () – Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat den Vorstoß des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) für einen anderen Umgang mit der AfD scharf kritisiert.
Ein Einreißen der Brandmauer gegenüber der AfD helfe niemandem außer der AfD selbst, sagte Fratzscher dem „Handelsblatt“ (Freitagausgabe). Es verschaffe ihr in den Augen mancher zusätzliche Legitimität.
Kretschmer hatte angesichts der politischen Mehrheitsverhältnisse im Osten Deutschlands für Gespräche mit allen Parteien geworben. Wer noch über Brandmauern rede, habe die Zeichen der Zeit nicht erkannt, sagte der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende dem „Handelsblatt“. Man müsse mit jedem reden, der reden wolle.
Nach Einschätzung Fratzschers deuten zahlreiche wissenschaftliche Studien darauf hin, dass die Politik der AfD wirtschaftlich und sozial für Deutschland „höchst destruktiv“ sei und „großen Schaden“ anrichten würde. Es sei daher schwer zu erkennen, welchen Nutzen Gespräche demokratischer Parteien mit der AfD haben sollen, sagte der Ökonom.
Eine funktionierende Demokratie erfordere Ehrlichkeit gegenüber den Bürgern. „Wir erleben ein zunehmend starkes AfD-Paradox“, so Fratzscher. Wähler der AfD sowie Regionen mit einem hohen AfD-Anteil würden unter einer AfD-Politik deutlich stärker leiden als andere.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Marcel Fratzscher kritisiert Michael Kretschmer scharf und widerspricht dessen Vorstoß für einen anderen Umgang mit der AfD
- Fratzscher sagt, ein Einreißen der Brandmauer helfe niemandem und verschaffe der AfD eher zusätzliche Legitimität
- Er verweist auf Studien, wonach die AfD wirtschaftlich und sozial großen Schaden anrichten würde und sieht ein AfD-Paradox für Wähler und Regionen mit AfD-Anteil
Warum ist das wichtig?
- Gespräche oder ein „Einreißen der Brandmauer“ gegenüber der AfD bringe keinen Nutzen und verschaffe der AfD bei manchen zusätzliche Legitimität
- Studienlage spricht dafür, dass AfD-Politik wirtschaftlich und sozial für Deutschland stark schädlich ist
- Demokratie brauche Ehrlichkeit; Wähler und Regionen mit hohem AfD-Anteil würden laut Fratzscher überproportional unter AfD-Politik leiden
Wer ist betroffen?
- Wähler der AfD
- Regionen mit hohem AfD-Anteil
Zahlen/Fakten?
- Marcel Fratzscher kritisiert Kretschmers Vorstoß; Einreißen der Brandmauer helfe niemandem außer der AfD und verschaffe ihr Legitimität
- Zahlreiche wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass AfD-Politik wirtschaftlich und sozial „höchst destruktiv“ sei und „großen Schaden“ anrichten würde
- Wähler der AfD und Regionen mit hohem AfD-Anteil würden unter AfD-Politik deutlich stärker leiden als andere
Wie geht’s weiter?
- Fratzscher kritisiert Kretschmers Vorstoß für Gespräche mit der AfD und hält ein Einreißen der Brandmauer für kontraproduktiv
- Fratzscher sagt, Studien deuteten darauf hin, dass AfD-Politik wirtschaftlich und sozial stark schädlich für Deutschland sei
- Er betont, eine funktionierende Demokratie brauche Ehrlichkeit und beschreibt ein AfD-Paradox, bei dem AfD-Wähler und betroffene Regionen stärker leiden würden
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