Politik in Berlin: Demokratieförderung neu ausrichten
Berlin () – Bildungsministerin Karin Prien (CDU) verteidigt den Entschluss, die Demokratieförderung durch die Bundesregierung neu auszurichten und einzelne Förderprojekte auslaufen zu lassen. Das berichtet die Wochenzeitung „Die Zeit“.
Prien zufolge künftig beispielsweise „Innovationsprojekte“, bei denen Vielfalt als eigenständiges Förderziel gegolten habe. „Vielfalt allein ist aus meiner Sicht kein ausreichendes Förderziel“, sagte die Ministerin. Sie wolle mehr die stille Mitte erreichen. Es sei zum Beispiel nicht die Aufgabe des Programms „Demokratie leben“, eine bestimmte Position in der Flüchtlingspolitik zu vertreten.
Die Neuausrichtung der Programme war auf Kritik vor allem aus der Zivilgesellschaft gestoßen. Prien sagte nun, die Veränderung sei nötig, um der Radikalisierung in der Gesellschaft zu begegnen. Dafür sei es sinnvoll, Regelstrukturen wie Schulen und Vereine stärker zu nutzen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Karin Prien (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Bildungsministerin Karin Prien verteidigt die Neuausrichtung der staatlichen Demokratieförderung, bei der einzelne Projekte auslaufen sollen
- Prien kritisiert „Vielfalt“ als alleiniges Förderziel und will stärker die „stille Mitte“ ansprechen, u. a. mit Blick auf das Programm „Demokratie leben“
- Die Reform reagiert laut Prien auf Kritik aus der Zivilgesellschaft und soll helfen, Radikalisierung zu begegnen, indem Regelstrukturen wie Schulen und Vereine stärker genutzt werden
Warum ist das wichtig?
- Die Demokratieförderung soll neu ausgerichtet werden, um wirksamer gegen Radikalisierung vorzugehen
- Vielfalt soll nicht als alleiniger Förderzweck dienen, damit stärker die „stille Mitte“ erreicht wird
- Regelstrukturen wie Schulen und Vereine sollen stärker genutzt werden, um die Maßnahmen zielgerichteter umzusetzen
Wer ist betroffen?
- Bildungsministerin Karin Prien (CDU)
- Zivilgesellschaft, die die Neuausrichtung zuvor kritisiert hatte
- Träger der Programme zur Demokratieförderung wie „Demokratie leben“
Zahlen/Fakten?
- Bildungsministerin Karin Prien verteidigt die Neuausrichtung der Demokratieförderung und das Auslaufen einzelner Förderprojekte
- Vielfalt als eigenständiges Förderziel bei „Innovationsprojekten“ soll künftig nicht mehr als „allein ausreichendes Förderziel“ gelten
- Ziel ist, stärker die „stille Mitte“ zu erreichen und Regelstrukturen wie Schulen und Vereine intensiver zu nutzen
Wie geht’s weiter?
- Neue Ausrichtung der Demokratieförderung mit stärkerer Nutzung von Regelstrukturen wie Schulen und Vereinen zur Bekämpfung von Radikalisierung
- Auslaufen einzelner Förderprojekte und Fokus künftig stärker auf „stille Mitte“ statt darauf, bestimmte Positionen in der Flüchtlingspolitik zu vertreten
- Innovationprojekte sollen nicht mehr Vielfalt als eigenständiges ausreichendes Förderziel allein priorisieren
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