Gesellschaft: Hitzewelle in Frankreich
Paris () – In Frankreich wurden während der Hitzewelle vom 17. Juni bis 2. Juli insgesamt 5.764 zusätzliche Todesfälle verzeichnet. Das entspricht einer Übersterblichkeit von 36 Prozent, teilte die Nationale Behörde für öffentliche Gesundheit am Mittwoch mit.
Mehr als die Hälfte (56 Prozent) der zusätzlichen Todesfälle wurde in den Tagen vom 25. bis zum 27. Juni verzeichnet. In allen Altersgruppen ab 15 Jahren wurde „ein bisher beispielloser Anstieg der Gesamtsterblichkeit“ beobachtet, erklärte die Behörde. Die Zahl der Todesfälle nahm insbesondere ab dem 45. Lebensjahr deutlich zu. Personen im Alter von 75 Jahren und älter machen mit mindestens 3.719 zusätzlichen Todesfällen etwa zwei Drittel der ermittelten Hitzetoten aus.
Hitzewellen werden durch die menschengemachte Erderwärmung stärker und wahrscheinlicher. Der Effekt wird weiter verstärkt, solange zusätzliche Treibhausgase etwa durch das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas in die Atmosphäre gebracht werden.
Laut einer Analyse der wissenschaftlichen Initiative World Weather Attribution (WWA) wären die Temperaturen der Hitzewelle Ende Juni 2026 noch im Jahr 1976 „praktisch unmöglich“ und auch zu jeder anderen Jahreszeit höchst unwahrscheinlich gewesen. Im Jahr 2003, als die erste große Hitzewelle dieses Jahrhunderts auftrat, wären solche Tageshöchsttemperaturen noch sehr selten gewesen. Nachttemperaturen wie in diesem Juni wären damals mehr als hundertmal unwahrscheinlicher gewesen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Fahne von Frankreich (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- In Frankreich wurden während der Hitzewelle vom 17. Juni bis 2. Juli 5.764 zusätzliche Todesfälle verzeichnet, entsprechend 36 Prozent Übersterblichkeit
- Mehr als die Hälfte der zusätzlichen Todesfälle fiel auf die Tage vom 25. bis 27. Juni; besonders stark betroffen waren Menschen ab 75 Jahren
- Laut Analyse wären die Temperaturen der Hitzewelle Ende Juni 2026 ohne den menschengemachten Klimawandel praktisch unmöglich bzw. höchst unwahrscheinlich gewesen
Warum ist das wichtig?
- Zeigt die gesundheitliche Schwere der Hitzewelle in Frankreich mit 5.764 zusätzlichen Todesfällen und deutlicher Übersterblichkeit von 36 Prozent
- Macht deutlich, dass vor allem ältere Menschen (ab 75) stark betroffen sind, was für Risikoplanung und Schutzmaßnahmen besonders wichtig ist
- Veranschaulicht den Zusammenhang zwischen menschengemachter Erderwärmung und zunehmend wahrscheinlicheren bzw. extremen Hitzetemperaturen, daher Relevanz für Klima- und Treibhausgasreduktion
Wer ist betroffen?
- Personen in allen Altersgruppen ab 15 Jahren
- Menschen ab dem 45. Lebensjahr, bei denen die Todesfälle besonders deutlich zunahmen
- Personen im Alter von 75 Jahren und älter (etwa zwei Drittel der zusätzlichen Hitzetoten)
Zahlen/Fakten?
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- Juni bis 2. Juli: 5.764 zusätzliche Todesfälle
- Übersterblichkeit: 36 Prozent
- 75 Jahre und älter: mindestens 3.719 zusätzliche Todesfälle; 56 Prozent der zusätzlichen Todesfälle vom 25. bis 27. Juni
Wie geht’s weiter?
- Die Hitzewellen werden durch die menschengemachte Erderwärmung stärker und wahrscheinlicher, verstärkt durch weiterhin zusätzliche Treibhausgasemissionen
- Die Temperaturen der Hitzewelle wären Ende Juni 2026 ohne den Klimawandel praktisch unmöglich bzw. in anderen Jahreszeiten höchst unwahrscheinlich gewesen
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