Pflegeheimbetreiber unterstützen Warkens Bauvorschriften-Vorstoß

14. Juni 2026
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Pflegeheimbetreiber unterstützen Warkens Bauvorschriften-Vorstoß

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik: Reformen der Pflegeheime in Berlin

() – Der Bundesverband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) unterstützt die Forderungen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) nach einem Abbau baulicher Vorgaben für Pflegeheime.

„Die Baukosten tragen tatsächlich zur Preisentwicklung in der Pflege bei“, sagte VDAB-Bundesgeschäftsführer Thomas Knieling den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Errichtung eines vollständig ausgestatteten Heimplatzes koste derzeit je nach Standort 150.000 Euro und mehr. Vor allem in Ballungsräumen könnten sich Einsparpotenziale ergeben, wenn von Vorgaben zu Mindestflächen, Einzelzimmern und anderen baulichen oder regulatorischen Anforderungen abgewichen werden dürfe.

Auch den Vorstoß Warkens zur Stärkung der privaten Pflegevorsorge bewertete der Verband grundsätzlich positiv. Angesichts der Finanzlage der Pflegeversicherung werde es immer wichtiger, zusätzlich privat für den Pflegefall vorzusorgen, sagte Knieling. Die von der Ministerin ins Gespräch gebrachte steuerliche Absetzbarkeit von Beiträgen zu privaten Pflegezusatzversicherungen könne hierfür einen Anreiz schaffen.

Zugleich mahnte der VDAB weitergehende Änderungen an. Menschen, die privat vorsorgten, müssten im Pflegefall auch von zusätzlichen Leistungen profitieren. Derzeit bestehe vielfach lediglich die Sicherheit, kein eigenes Vermögen einsetzen zu müssen oder auf Sozialhilfe angewiesen zu sein. „Derzeit ist dies systembedingt ausgeschlossen und auch in der Reform nicht vorgesehen“, kritisierte Knieling.

Warken hatte sich gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe dafür ausgesprochen, die baurechtlichen Vorgaben für Pflegeheime auf das notwendige Mindestmaß zu reduzieren. Aus ihrer Sicht treiben Regelungen etwa zu Zimmergrößen oder Gemeinschaftsflächen die Kosten für Pflegeplätze unnötig in die Höhe. Zudem sprach sie sich dafür aus, zusätzliche private Pflegevorsorge attraktiver zu machen. Dazu könne aus ihrer Sicht gehören, Beiträge für private Pflegezusatzversicherungen künftig steuerlich als Vorsorgeaufwendungen geltend zu machen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Pflegekräfte (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • VDAB unterstützt Abbau baulicher Vorgaben für Pflegeheime
  • Baukosten für Heimplätze betragen oft 150.000 Euro und mehr
  • Warken spricht sich für steuerliche Absetzbarkeit von privaten Pflegevorsorgebeiträgen aus

Warum ist das wichtig?

  • Abbau baulicher Vorgaben könnte Pflegekosten senken und mehr Platz für Flexibilität schaffen.
  • Stärkung der privaten Pflegevorsorge ist wichtig aufgrund der Finanzlage der Pflegeversicherung.

Wer ist betroffen?

  • Pflegeheime
  • Personen in der Pflegeversicherung
  • Menschen, die privat vorsorgen

Zahlen/Fakten?

  • Errichtung eines vollständig ausgestatteten Heimplatzes kostet derzeit je nach Standort 150.000 Euro und mehr.
  • Warken fordert Abbau baulicher Vorgaben für Pflegeheime zur Kostenreduktion.
  • Steuerliche Absetzbarkeit von Beiträgen zu privaten Pflegezusatzversicherungen könnte Anreiz für private Vorsorge schaffen.

Wie geht’s weiter?

  • Abbau baulicher Vorgaben für Pflegeheime vorantreiben
  • Steuerliche Absetzbarkeit von Beiträgen zur privaten Pflegevorsorge fördern
  • Weitergehende Änderungen für Vorteile bei privater Vorsorge im Pflegefall fordern
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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