Politik in Sachsen-Anhalt: Parteien im Machtpoker
Magdeburg () – Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze rechnet damit, dass das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) der AfD nach der Landtagswahl an die Macht verhelfen könnte.
Er sei überzeugt davon, dass das BSW mit der AfD gemeinsame Sache machen werde, wenn sich die Gelegenheit dazu ergebe, sagte der Spitzenkandidat der CDU den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). Aus seiner Sicht versuche die AfD in Person von Parteichefin Alice Weidel, über die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt stärkere bundespolitische Bedeutung zu bekommen.
Das BSW und Sahra Wagenknecht wollten über Sachsen-Anhalt bundespolitisch ins Gespräch kommen.
Als Land sei Sachsen-Anhalt der AfD-Vorsitzenden aber egal, so Schulze. Auch BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht sei das Land egal.
„Ich möchte nicht, dass Sachsen-Anhalt von Frau Weidel aus der Schweiz und von Frau Wagenknecht aus dem Saarland regiert wird“, sagte er.
Den Spitzenkandidaten der AfD in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, bezeichnete Schulze als „Marionette von Alice Weidel“. Siegmund mache das, was Alice Weidel von ihm verlange.
Der AfD-Politiker bekomme noch nicht einmal mit, dass er zum Nachteil seiner Heimat missbraucht werde für die Interessen seiner Bundesvorsitzenden.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Sachsen-Anhalt - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Sven Schulze (CDU) rechnet damit, dass das BSW nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt der AfD an die Macht verhelfen könnte
- Schulze wirft der AfD vor, über die Landtagswahlen bundespolitische Bedeutung gewinnen zu wollen, und bezeichnet den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund als „Marionette“ von Alice Weidel
- Schulze äußert, er wolle nicht, dass Sachsen-Anhalt „von Frau Weidel aus der Schweiz“ und „von Frau Wagenknecht aus dem Saarland“ regiert wird
Warum ist das wichtig?
- Schulze warnt davor, dass das BSW nach der Landtagswahl der AfD bei der Regierungsbildung helfen könnte, was die politische Ausrichtung in Sachsen-Anhalt stark beeinflussen kann
- Die Befürchtung eines gemeinsamen Handelns von BSW und AfD könnte Vertrauen in die unabhängige Position der Parteien erschüttern und die Machtverhältnisse auf Bundesebene mitprägen
- Schulze kritisiert eine mögliche Einflussnahme über die Köpfe der Parteien hinweg, was als Gefahr für die Interessen des Landes und seiner Heimatpolitiker gesehen wird
Wer ist betroffen?
- Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW)
- AfD, insbesondere Parteichefin Alice Weidel
- Sachsen-Anhalt
Zahlen/Fakten?
- Sachsen-Anhalt könnte nach der Landtagswahl dem BSW durch gemeinsame Machtoptionen mit der AfD an die Macht verhelfen
- AfD-Parteichefin Alice Weidel wird von Sven Schulze als Einflussfaktor auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt genannt
- Schulze spricht von der AfD-Spitzenkandidatur Ulrich Siegmund als „Marionette von Alice Weidel“
Wie geht’s weiter?
- Schulze erwartet, dass das BSW nach der Landtagswahl der AfD an die Macht verhelfen könnte, falls sich die Gelegenheit ergibt
- Schulze kritisiert, dass Sachsen-Anhalt von Weidel und Wagenknecht nicht „regiert werden soll“
- Schulze sieht den AfD-Spitzenkandidaten Siegmund als Marionette von Alice Weidel und fordert ein Ende des Missbrauchs für Bundesinteressen
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