Dax kann von neu aufkeimenden Friedenshoffnungen kaum profitieren

20. Juli 2026
1 min Lesezeit

Wirtschaft: Börsenstart Frankfurt
Frankfurt/Main () – Zum Wochenstart hat der Dax sich kaum verändert. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.846 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

An der Spitze der Kursliste fanden sich RWE, Siemens Energy und Fresenius wieder. Auf der Verliererseite notierten dagegen unter anderem die Aktien von Bayer, Brenntag und MTU.

„Die Nachrichten über eine gesteigerte Verhandlungsbereitschaft des nach den intensiven Angriffen der USA geben den Investoren wieder etwas Zuversicht, dass sich die Situation im Nahen Osten bald wieder entspannt“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Noch aber bleibe die Lage für die Börse undurchsichtig und nur schwer einschätzbar. „Die USA wollen mit schierer militärischer Dominanz die Situation rund um die Straße von Hormus in den Griff bekommen. Gleichzeitig müssen die anderen Golfstaaten jederzeit mit einer Eskalation und Ausweitung der Angriffe auf ihr Hoheitsgebiet rechnen.“

„Der Dax allerdings konnte heute nur wenig bis gar nicht von den zurückkehrenden Friedenshoffnungen profitieren. Einerseits halfen die Käufe bei den Schwergewichten wie Siemens, Siemens Energy, SAP und Versicherungstiteln. Andererseits fehlte es aber an der entsprechenden Marktbreite, um sich wieder in Richtung 25.000er-Marke zurückzukämpfen.“

Der Irankrieg berge die Gefahr, dass sich das Pulverfass Nahost jederzeit wieder entzünden könne. „Die Folgen wären gerade für Europa verheerend. Ansonsten bleiben die Investoren skeptisch, dass sich die hohen Investitionen in dem KI-Sektor zeitnah für die Unternehmen wieder amortisieren werden. Chinas Konkurrenz übt enormen Druck auf die Branche aus. Diese Dynamik könnte sich negativ auf die US-Halbleiterunternehmen auswirken, die derzeit noch die Nutznießer der hohen Investitionen der Hyperscaler sind“, sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1410 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8764 Euro zu haben.

Der Goldpreis ließ leicht nach, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.013 US-Dollar gezahlt (-0,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 113,08 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis war unterdessen unverändert: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 88,10 US-Dollar, genau wie am Vortagesschluss.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Anzeigetafel in der Frankfurter Börse

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Dax kann von neu aufkeimenden Friedenshoffnungen kaum profitieren

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Der Dax blieb zum Wochenstart nahezu unverändert und stieg um 0,1 Prozent auf 24.846 Punkte
  • RWE, Siemens Energy und Fresenius lagen vorne, während Bayer, Brenntag und MTU zu den Verlierern zählten
  • Die Börsenstimmung wurde von Meldungen zu erhöhter Verhandlungsbereitschaft des Iran und gleichzeitig möglichen Eskalationen im Nahen Osten geprägt

Warum ist das wichtig?

  • Höhere Verhandlungsbereitschaft des Iran stärkt die Zuversicht, dass sich die Nahost-Lage bald entspannt und reduziert damit vorübergehend Börsenrisiken
  • Unklarheit über mögliche Eskalationen im Nahen Osten könnte die Börse jederzeit belasten und hätte besonders für Europa verheerende Folgen
  • Skepsis, dass sich hohe KI-Investitionen bald amortisieren, plus Druck durch Chinas Konkurrenz könnte sich negativ auf US-Halbleiterunternehmen auswirken

Wer ist betroffen?

  • Investoren an der Börse
  • Aktien von RWE, Siemens Energy und Fresenius
  • Aktien von Bayer, Brenntag und MTU

Zahlen/Fakten?

  • Dax Schluss Xetra: 24.846 Punkte; Plus 0,1 Prozent
  • Euro: 1 Euro = 1,1410 US-Dollar; 1 US-Dollar = 0,8764 Euro
  • Gold Feinunze: 4.013 US-Dollar (-0,1 Prozent); 113,08 Euro pro Gramm

Wie geht’s weiter?

  • Die Investoren bleiben wegen möglicher Eskalation im Nahen Osten skeptisch, während anfangs etwas Zuversicht aus Iran-Verhandlungsbereitschaft kommt
  • Der Dax kann sich trotz Käufen bei Schwergewichten nur schwer Richtung 25.000 Punkte zurückkämpfen, weil es an Marktbreite fehlt
  • Druck auf KI- und Halbleiterunternehmen könnte sich negativ auswirken, insbesondere durch Chinas Konkurrenz und mögliche Folgen für US-Halbleiterfirmen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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