Mittelstandsumsatz steigt – aber keine Trendwende

20. Juli 2026
1 min Lesezeit

Wirtschaft in : Mittelstandstrends

Nürnberg () – Der Umsatz im deutschen Mittelstand ist im Juni um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Eine Wende zum Besseren zeichnet sich aber noch nicht ab, wie der Datev-Mittelstandsindex für Juni zeigt, über den die FAZ (Dienstagsausgabe) berichtet.

Der Vorstandsvorsitzende der Datev-Genossenschaft, Robert Mayr, sagte, der Umsatzanstieg solle nicht überbewertet werden. Der Mittelstand stabilisiere sich punktuell, sei von einer breiten Erholung aber weit entfernt. Im Mai war der Umsatzindex um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken.

Insbesondere die Lohnkosten steigen weiter und belasten die mittelständischen Unternehmen, deren Umsatz seit 2024 in einem engen Band schwankt, ohne von der Stelle zu kommen. Im Juni stieg der Lohnindex um 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Schere zwischen dem im Trend stagnierenden Umsatz und den steigenden Lohnkosten öffnet sich weiter. Die Beschäftigung im Mittelstand ging nach dem Datev-Index um 0,1 Prozent zurück und bestätigt damit die seit 2024 andauernde langsame Schrumpfung.

Der IT-Dienstleister für die steuerberatenden Berufe, greift für den Mittelstandsindex auf die Umsatzsteuervoranmeldungen von mehr als einer Million Unternehmen und auf die Lohn- und Gehaltsabrechnungen von mehr als acht Millionen Arbeitnehmern zurück. Die Daten werden anonymisiert zum Mittelstandsindex verdichtet, der früher als die amtliche Statistik die konjunkturelle Entwicklung im deutschen Mittelstand aufzeigt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Euroscheine (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Mittelstandsumsatz steigt – aber keine Trendwende

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Der Umsatz im deutschen Mittelstand ist im Juni um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen
  • Eine breite Erholung bleibt aus; Lohnkosten steigen weiter, der Lohnindex liegt im Juni bei 6,3 Prozent, während die Beschäftigung um 0,1 Prozent zurückgeht

Warum ist das wichtig?

  • Umsatzanstieg zeigt zwar kurzfristige Stabilisierung, aber keine breite Erholung, daher bleibt die Wirtschaftslage unsicher
  • Steigende Lohnkosten belasten die Unternehmen stärker als der stagnierende Umsatz und verschärfen die Kosten-Umsatz-Lücke
  • Beschäftigungsrückgang deutet auf anhaltende Schrumpfung im Mittelstand hin und wirkt sich direkt auf Arbeitsplätze aus

Wer ist betroffen?

  • Mittelständische Unternehmen in Deutschland
  • Arbeitnehmer im Mittelstand (über Lohn- und Gehaltsabrechnungen)

Zahlen/Fakten?

  • Umsatz im deutschen Mittelstand im Juni +2,7% gegenüber Vorjahresmonat
  • Lohnindex im Juni +6,3% gegenüber Vorjahresmonat
  • Beschäftigung im Mittelstand im Juni -0,1% gegenüber Vorjahresmonat

Wie geht’s weiter?

  • Umsatzanstieg von 2,7 Prozent reicht noch nicht für eine breite Erholung, der Mittelstand stabilisiert sich nur punktuell
  • Lohnkosten steigen weiter (Lohnindex +6,3 Prozent) und belasten; Umsatz stagniert bzw. schwankt seit 2024 weiterhin im engen Band
  • Beschäftigung geht leicht zurück (Beschäftigungsindex -0,1 Prozent) und bestätigt die langsame Schrumpfung seit 2024
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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