Entsorgungsverband lobt neue EU-Ökodesign-Verordnung

19. Juli 2026
1 min Lesezeit

Wirtschaftliche Regulierungen in der EU

() – Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft (BDE) lobt die neue EU-Ökodesign-Verordnung. „Echtes Recycling beginnt beim Design. Dass die EU-Ökodesign-Verordnung nun ernst macht, ist ein historischer Schritt für den Ressourcenschutz“, sagte Hauptgeschäftsführer Andreas Bruckschen der „Rheinischen Post“ (Sonntagausgabe).

Bruckschen sagte, wenn Produkte von Anfang an kreislauftauglich gestaltet und digital dokumentiert würden, schone das nicht nur das Klima, sondern mache die Kreislaufwirtschaft zu einem Wachstumsmotor. „Bessere Produkte für die Verbraucher, verlässliche Rohstoffe für die Wirtschaft – dabei gewinnen alle.“

Die EU-Ökodesign-Verordnung tritt am Sonntag, dem 19. Juli, in Kraft und verbietet es großen Unternehmen in der EU, unverkaufte Kleidung zu vernichten.

Der Gesamtverband „Textil+Mode“ kritisiert die neue EU-Ökodesign-Verordnung scharf. „Kein deutscher oder europäischer Hersteller vernichtet einwandfreie Neuware“, sagte Jonas Stracke, Kreislaufexperte bei „Textil+Mode“, der „Rheinischen Post“. „Dennoch erweckt der Name des Gesetzes den Eindruck, als würden Hersteller massenhaft Neuware vernichten.“

Das Gesetz setze an der falschen Stelle an. „Das Gesetz mit dem wuchtigen Namen Vernichtungsverbot bekämpft nicht mal im Ansatz das Ultra-Fast-Fashion-Problem, sondern schafft in der EU viel neue Bürokratie, ausgerechnet für die Unternehmen, die nicht für die Altkleiderberge mit wertloser Ramschware verantwortlich sind“, sagte Stracke.

„Für mehr Nachhaltigkeit braucht es vor allem funktionierende Sammel-, Sortier- und Recyclingstrukturen sowie einen Markt für recycelte Textilfasern. Solange diese Voraussetzungen fehlen, bleibt auch das Vernichtungsverbot mit all seinem zusätzlichen Dokumentationsaufwand lediglich ein Papiertiger.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Modeartikel-Geschäft (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Entsorgungsverband lobt neue EU-Ökodesign-Verordnung

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Der Bundesverband BDE lobt die neue EU-Ökodesign-Verordnung als wichtigen Schritt für den Ressourcenschutz und fordert kreislauftaugliches Design sowie digital dokumentierte Produkte
  • Die EU-Ökodesign-Verordnung tritt am 19. Juli in Kraft und verbietet großen Unternehmen, unverkaufte Kleidung zu vernichten
  • Der Verband Textil+Mode kritisiert das Verbot, weil es das Ultra-Fast-Fashion-Problem nicht löse und stattdessen neue Bürokratie sowie zusätzlichen Dokumentationsaufwand schaffe

Warum ist das wichtig?

  • Die Verordnung verbietet großen Unternehmen in der EU, unverkaufte Kleidung zu vernichten und stärkt damit den Ressourcenschutz
  • Produkte sollen kreislauftauglich gestaltet und digital dokumentiert werden, was Klima schont und die Kreislaufwirtschaft als Wachstumsmotor fördert
  • Zusätzlich wird das Gesetz kritisiert, weil es Bürokratie erhöht, während für mehr Nachhaltigkeit funktionierende Sammel-, Sortier- und Recyclingstrukturen sowie ein Markt für recycelte Textilfasern nötig wären

Wer ist betroffen?

  • Große Unternehmen in der EU, die unverkaufte Kleidung bislang vernichten konnten
  • Verbraucher, die bessere Produkte durch kreislauftaugliches Design erhalten sollen
  • Textil- und Modehersteller bzw. Unternehmen, die zusätzlichen Dokumentationsaufwand durch die Verordnung bekommen

Zahlen/Fakten?

    1. Juli
  • verbietet großen Unternehmen in der EU, unverkaufte Kleidung zu vernichten

Wie geht’s weiter?

  • Die EU-Ökodesign-Verordnung tritt am Sonntag, dem 19. Juli, in Kraft und verbietet großen Unternehmen in der EU, unverkaufte Kleidung zu vernichten
  • Der BDE erwartet positive Effekte durch kreislauftaugliches Design und digital dokumentierte Produkte
  • Der Verband Textil+Mode kritisiert die Regel als bürokratisch und bemängelt fehlende Sammel-, Sortier- und Recyclingstrukturen sowie einen Markt für recycelte Textilfasern
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