Panorama: Festnahme am Flughafen Frankfurt
Frankfurt am Main () – Am Flughafen Frankfurt am Main hat die Polizei einen 63-jährigen Deutschen festgenommen. Gegen den Mann lagen gleich mehrere Haftbefehle vor, wie die Beamten am Donnerstag mitteilten.
Die Ermittler hatten den Mann bei seiner Ankunft aus Mombasa in Kenia identifiziert und festgesetzt.
Das Amtsgericht Mosbach suchte den 63-Jährigen unter anderem mit einem Untersuchungshaftbefehl wegen Betruges. Ihm wird vorgeworfen, von 2014 bis 2022 auf Onlineplattformen zahlreichen Personen vorgetäuscht zu haben, er könne ihnen eine ausländische Fahrerlaubnis beschaffen.
Mit diesen Dokumenten sollten die Geschädigten angeblich berechtigt gewesen sein, in Deutschland Kraftfahrzeuge zu führen. Für die nie erbrachte Dienstleistung kassierte der Mann von den Opfern Geld.
Der Gesamtschaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf mindestens 832.334,71 Euro.
Neben dem Betrugsvorwurf suchten das Amtsgericht und die Staatsanwaltschaft Mosbach den Mann wegen falscher Angaben gemäß GmbH-Gesetz und übler Nachrede. Aus mehreren Vollstreckungshaftbefehlen muss er insgesamt 7.850 Euro zahlen.
Sollte er diese Summe nicht begleichen, drohen ihm ersatzweise 410 Tage Haft. Hinzu kommen ein weiterer Vollstreckungsauftrag sowie ein Strafbefehl wegen des Vorenthaltens von Arbeitsentgelt, für den eine Geldstrafe von 1.350 Euro fällig ist.
Die Bundespolizisten führten den Festgenommenen dem zuständigen Haftrichter am Amtsgericht Mosbach vor.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Festnahme mit Handschellen (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Hessen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Die Polizei hat am Flughafen Frankfurt am Main einen 63-jährigen Deutschen nach seiner Ankunft aus Mombasa festgenommen, gegen ihn lagen mehrere Haftbefehle vor
- Der Mann wurde unter anderem wegen Betruges gesucht: Er soll zwischen 2014 und 2022 auf Onlineplattformen vorgetäuscht haben, ausländische Fahrerlaubnisse zu beschaffen, und Geld für nie erbrachte Leistungen kassiert haben
- Er wurde dem Haftrichter am Amtsgericht Mosbach vorgeführt und muss weitere Zahlungen leisten; andernfalls drohen ersatzweise Haft sowie eine Geldstrafe wegen Vorenthaltens von Arbeitsentgelt
Warum ist das wichtig?
- Haftbefehle wegen Betruges und weiterer Delikte wurden nach Identifizierung am Flughafen Frankfurt vollstreckt
- Der Betrug richtete sich gegen zahlreiche Opfer mit einem nach Polizeiangaben hohen Gesamtschaden von mindestens 832.334,71 Euro
- Bei Nichtzahlung drohen zusätzlich Ersatzhaft sowie weitere Geldstrafen und weitere Vollstreckungsaufträge
Wer ist betroffen?
- Ein 63-jähriger Deutscher
- Geschädigte, die Geld für angeblich beschaffte ausländische Fahrerlaubnisse gezahlt haben
Zahlen/Fakten?
- 63-jähriger Deutscher festgenommen
- Haftbefehle wegen Betruges (Zeitraum 2014 bis 2022)
- Gesamtschaden mindestens 832.334,71 Euro
Wie geht’s weiter?
- Der 63-Jährige wird dem zuständigen Haftrichter am Amtsgericht Mosbach vorgeführt und das weitere Verfahren zur Vollstreckung läuft an
- Wenn er die offenen 7.850 Euro nicht begleicht, drohen ersatzweise 410 Tage Haft
- Zusätzlich kommen ein weiterer Vollstreckungsauftrag sowie eine Geldstrafe von 1.350 Euro wegen Vorenthaltens von Arbeitsentgelt hinzu
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