Prien wirbt in Brüssel für gemeinsame Kinderschutzregeln im Netz

16. Juli 2026
1 min Lesezeit

Politik: Kinderschutz im Netz in Brüssel

Brüssel () – Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) drängt auf gemeinsame europäische Regeln zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im Netz. Wie das Ministerium am Donnerstag mitteilte, führt die CDU-Politikerin dazu heute in Brüssel Gespräche mit Vertretern der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments.

Im Mittelpunkt stehen demnach die Empfehlungen eines von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eingesetzten Expertenpanels sowie die Ergebnisse der deutschen Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“. Beide Expertengremien waren zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen, dass Kinder unter 13 Jahren soziale Netzwerke nur unter Aufsicht der Eltern oder in einem pädagogischen Kontext nutzen sollten. Ein Zugang darüber hinaus solle schrittweise erfolgen und an verbindliche Sicherheitsstandards der Plattformen geknüpft werden.

Prien sagte, es bestehe ein breiter gesellschaftlicher Konsens, dass für Kinder und Jugendliche besondere Schutzstandards gelten müssten. Es spreche viel dafür, eine einheitliche europäische Altersgrenze von 13 Jahren für die eigenständige Nutzung sozialer Medien ins Auge zu fassen. „Gleichzeitig sind nationale Alleingänge bei der Regulierung großer Plattformen nur begrenzt möglich.“ Deshalb brauche man Klarheit darüber, auf welchem Rechtsweg die Europäische Kommission ein Mindestalter für soziale Netzwerke umsetzen wolle und welchen Zeitplan sie dafür vorsehe.

Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche ist die konsequente Umsetzung des Digital Services Act. „Die großen Plattformen müssen ihrer Verantwortung endlich gerecht werden“, sagte Prien. Es gebe keinen Grund, notwendige Schutzmaßnahmen weiter aufzuschieben. „Mein Ziel ist es, in Brüssel gemeinsam mit der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament einen europäischen Fahrplan für mehr Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt voranzubringen und die europäische Zusammenarbeit weiter zu stärken.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Karin Prien (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Prien wirbt in Brüssel für gemeinsame Kinderschutzregeln im Netz

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Bundesfamilienministerin Karin Prien drängt in Brüssel auf gemeinsame europäische Regeln zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im Netz
  • Dabei sollen die Empfehlungen von EU-Expertenpanel und der deutschen Expertenkommission dazu führen, dass Kinder unter 13 soziale Netzwerke nur unter Aufsicht der Eltern oder in pädagogischem Kontext nutzen
  • Prien will außerdem den europäischen Fahrplan vorantreiben und die konsequente Umsetzung des Digital Services Act beschleunigen

Warum ist das wichtig?

  • Gemeinsame europäische Regeln und ein mögliches einheitliches Mindestalter von 13 Jahren sollen Kindern den eigenständigen Zugang zu sozialen Medien nur mit passenden Schutzstandards ermöglichen
  • Verbindliche Sicherheitsstandards der Plattformen und eine konsequente Umsetzung des Digital Services Act sollen den Kinder- und Jugendschutz im Netz verbessern
  • Klärung des Rechtswegs und Zeitplans für die Umsetzung eines Mindestalters auf EU-Ebene soll nationale Alleingänge vermeiden und die Regulierung großer Plattformen wirksamer machen

Wer ist betroffen?

  • Kinder unter 13 Jahren, die soziale Netzwerke nutzen sollen nur unter Aufsicht der Eltern oder in einem pädagogischen Kontext
  • Kinder und Jugendliche insgesamt, die besonderen Schutzstandards im Netz erhalten sollen
  • Europäische Kommission und Europäisches Parlament als Gesprächspartner zur Umsetzung der Regeln und des Mindestalters

Zahlen/Fakten?

  • einheitliche europäische Altersgrenze von 13 Jahren für die eigenständige Nutzung sozialer Medien
  • Kinder unter 13 Jahren sollen soziale Netzwerke nur unter Aufsicht der Eltern oder in einem pädagogischen Kontext nutzen
  • Zugang darüber hinaus soll schrittweise erfolgen und an verbindliche Sicherheitsstandards der Plattformen geknüpft werden

Wie geht’s weiter?

  • Umsetzung gemeinsamer europäischer Regeln für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Netz, insbesondere eine einheitliche Altersgrenze von 13 Jahren für die eigenständige Nutzung sozialer Medien
  • Klärung des Rechtswegs und Zeitplans, wie die EU-Kommission ein Mindestalter für soziale Netzwerke umsetzen will
  • Erarbeitung eines europäischen Fahrplans für mehr Kinder- und Jugendschutz sowie konsequente Umsetzung des Digital Services Act durch Plattformen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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