Bayern - Was ist passiert – was dahinter steckt
Bayern: Debatte um Amtszeitbegrenzung
München () – Die Bayern-SPD hat Markus Söder (CSU) an sein eigenes Versprechen erinnert, die Amtszeiten von bayerischen Ministerpräsidenten zu begrenzen.
Der SPD-Landesvorsitzende Sebastian Roloff sagte dem „Stern“, Söder sei Ankündigungsweltmeister. Vor acht Jahren habe er eine Amtszeitbegrenzung großspurig versprochen, umgesetzt habe er bis heute nicht.
Dass jetzt ein Volksbegehren nötig werde, um ihn beim Wort zu nehmen, zeige vor allem, dass man sich auf Söders Wort nicht verlassen könne und es immer häufiger zum Bumerang für ihn werde.
Zuvor war bekannt geworden, dass die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) ein entsprechendes Volksbegehren auf den Weg bringen will. Ziel ist es, über einen Volksentscheid in der Verfassung zu verankern, dass ein Ministerpräsident maximal zwei Wahlperioden im Amt bleiben darf.
2018 hatte Markus Söder dies selbst vorgeschlagen.
„Macht braucht Begrenzung“, sagte Söder damals. Am Ende stimmte aber nur die CSU für die Amtszeitbegrenzung.
Die ÖDP will seinen damaligen Gesetzesentwurf nun „eins zu eins“ übernehmen, hieß es gegenüber dem „stern“. Die ÖDP hatte in den vergangenen Jahren bereits mehrere Volksbegehren erfolgreich durchgesetzt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Markus Söder (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Die Bayern-SPD erinnerte Markus Söder an sein Versprechen, die Amtszeiten bayerischer Ministerpräsidenten zu begrenzen, und kritisierte, dass er es bisher nicht umgesetzt habe
- Die ÖDP will ein Volksbegehren starten, um per Volksentscheid in der Verfassung festzuschreiben, dass ein Ministerpräsident maximal zwei Wahlperioden im Amt bleiben darf
- 2018 hatte Söder selbst eine Amtszeitbegrenzung vorgeschlagen, jedoch stimmte am Ende nur die CSU dafür
Warum ist das wichtig?
- Amtszeitbegrenzung soll verhindern, dass Ministerpräsidenten zu lange im Amt bleiben und stärkt damit demokratische Kontrolle
- Die Forderung über ein Volksbegehren macht transparent, dass bisherige Versprechen offenbar nicht umgesetzt wurden
- Ein Volksentscheid würde die Begrenzung verbindlich in der Verfassung verankern und so wirksame Regelungen schaffen
Wer ist betroffen?
- Markus Söder (CSU), bayerischer Ministerpräsident
- Bayern-SPD
- Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP)
Zahlen/Fakten?
- Vor acht Jahren versprach Markus Söder eine Amtszeitbegrenzung, umgesetzt ist sie bis heute nicht
- Ein Ministerpräsident soll maximal zwei Wahlperioden im Amt bleiben dürfen
- 2018 hatte Söder die Amtszeitbegrenzung selbst vorgeschlagen; am Ende stimmte nur die CSU dafür
Wie geht’s weiter?
- Die ÖDP will ein Volksbegehren auf den Weg bringen, um per Volksentscheid eine Verankerung in der Verfassung zu erreichen
- Vorgesehen ist, dass ein Ministerpräsident maximal zwei Wahlperioden im Amt bleiben darf
- Die ÖDP will den damaligen Gesetzesentwurf von Markus Söder „eins zu eins“ übernehmen
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