Wirtschaft: VW in Wolfsburg vorstandsbesetzung
Wolfsburg () – Der Streit zwischen Arbeitnehmer- und Eigentümerlager bei Volkswagen greift inzwischen auch auf die Besetzung des Vorstands über. Eine Entscheidung über die Nachfolge des vor einem Jahr ausgeschiedenen Personalvorstands Gunnar Kilian erneut vertagt worden, berichtet das „Handelsblatt“ (Freitagausgabe) unter Berufung auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen.
Demnach hatte sich das Unternehmen intern bereits auf eine Kandidatin verständigt. Eine endgültige Einigung kam bei der VW-Aufsichtsratssitzung vergangenen Donnerstag jedoch nicht zustande.
Hintergrund ist dem Vernehmen nach ein Konflikt zwischen Arbeitnehmer- und Eigentümerseite über weitere Vorstandspersonalien. Nach Informationen aus Konzernkreisen knüpfte die Arbeitnehmerseite ihre Zustimmung an Bedingungen bei der geplanten Neuordnung anderer Ressorts. Dabei geht es unter anderem um die Besetzung eines neuen Technologie-Ressorts, das künftig Entwicklungs-, Beschaffungs- und weitere Funktionen bündeln könnte.
Die Kandidatin soll eher von Unternehmensseite vorgeschlagen worden sein, so der Bericht. Eigentlich hat die Arbeitnehmerseite traditionell das Vorschlagsrecht für den Arbeitsdirektor. Die Suche nach einer Nachfolge für Kilian läuft mittlerweile seit über einem Jahr.
Ein Sprecher des Volkswagen-Aufsichtsrats wollte sich zu dem Vorgang nicht äußern.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Volkswagen (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Der Streit zwischen Arbeitnehmer- und Eigentümerlager bei Volkswagen hat inzwischen auch die Besetzung des Vorstands erfasst
- Die Entscheidung über die Nachfolge des vor einem Jahr ausgeschiedenen Personalvorstands Gunnar Kilian wurde erneut vertagt und bei der Aufsichtsratssitzung keine Einigung erzielt
- Die Arbeitnehmerseite knüpfte ihre Zustimmung an Bedingungen bei weiteren Vorstandspersonalien, insbesondere zur geplanten Neuordnung eines neuen Technologie-Ressorts
Warum ist das wichtig?
- Verzögerte Nachfolge im Volkswagen-Vorstand zeigt, dass Macht- und Interessenkonflikte zwischen Arbeitnehmern und Eigentümern die Unternehmensführung ausbremsen können
- Streit um weitere Vorstandsposten und ein geplantes Technologie-Ressort beeinflusst die künftige Ausrichtung von Entwicklung und Beschaffung
- Mehrmonatige Uneinigkeit erhöht das Risiko für Unsicherheit in der Unternehmensplanung und für Konflikte bei zentralen Personalentscheidungen
Wer ist betroffen?
- Arbeitnehmerseite bei Volkswagen
- Eigentümerseite/Aufsichtsrat von Volkswagen
- VW-Aufsichtsrat (betroffene Sitzung/Entscheidung)
Zahlen/Fakten?
- Vorstands-Nachfolge des ausgeschiedenen Personalvorstands Gunnar Kilian seit über einem Jahr in Klärung; Entscheidung erneut vertagt
- Einigung auf Kandidatin intern bereits erfolgt; endgültige Einigung bei VW-Aufsichtsratssitzung vergangenen Donnerstag nicht zustande gekommen
- Konflikt betrifft weitere Vorstandspersonalien und geplante Neuordnung anderer Ressorts; u. a. Besetzung eines neuen Technologie-Ressorts für Entwicklungs- und Beschaffungsfunktionen
Wie geht’s weiter?
- Die Nachfolge des ausgeschiedenen Personalvorstands Gunnar Kilian wurde erneut vertagt
- Eine Einigung im Aufsichtsrat kam nicht zustande, weil es einen Konflikt zwischen Arbeitnehmer- und Eigentümerseite über weitere Vorstandspersonalien gibt
- Die Arbeitnehmerseite knüpft ihre Zustimmung an Bedingungen bei der Neuordnung anderer Ressorts, unter anderem zur Besetzung eines neuen Technologie-Ressorts
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