Bericht: ÖDP will mit Volksbegehren Söders Amtszeit begrenzen

15. Juli 2026
1 min Lesezeit

: ÖDP fordert Amtszeitbegrenzung

() – Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) will offenbar über einen Volksentscheid in der bayerischen Verfassung zu verankern, dass Ministerpräsidenten maximal zwei Legislaturperioden im Amt bleiben dürfen. Die Partei wolle am Donnerstag einen entsprechenden Vorstoß bekanntgeben, berichtet der „Stern“. Damit könnte Markus Söder, der seit 2018 amtiert, bei der Landtagswahl 2028 nicht für eine dritte Amtsperiode zum Regierungschef gewählt werden.

Die Amtszeit des Ministerpräsidenten zu begrenzen, sei ein Baustein, um die Demokratie funktionsfähig zu erhalten, den Filz zu verhindern und verkrustete Strukturen aufzubrechen, sagte ÖDP-Landeschef Tobias Ruff dem Magazin. Er fügte hinzu, Demokratie brauche permanenten Wandel und Erneuerung.

Der Vorstoß dürfte in der CSU schon deshalb aufmerksam verfolgt werden, weil der wertkonservativen Ökopartei in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder große Erfolge bei Volksabstimmungen gelungen sind. Pikant ist, dass die ÖDP für ihr Volksbegehren laut „Stern“ einen Gesetzentwurf der Regierung Söder aus dem Jahr 2018 übernehmen will. Damals wollte Söder selbst eine Amtszeitbegrenzung für Ministerpräsidenten in der Verfassung verankern, konnte aber im Landtag nicht die nötige Zweidrittel-Mehrheit hinter sich bringen.

Für Söder kommt der neue Vorstoß ungelegen. Der CSU-Ministerpräsident steht seit geraumer Zeit auch in seiner eigenen Partei unter Druck.

Für ihr Vorhaben müssen die Initiatoren zunächst 25.000 Unterschriften für die Zulassung sammeln. Intern rechnet die ÖDP damit, dass das Volksbegehren im Frühjahr 2027 stattfinden könnte. Ist es erfolgreich, käme es einige Monate später zum Volksentscheid.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Markus Söder (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Bericht: ÖDP will mit Volksbegehren Söders Amtszeit begrenzen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Die Ökologisch-Demokratische Partei will per Volksentscheid in der bayerischen Verfassung verankern, dass Ministerpräsidenten maximal zwei Legislaturperioden im Amt bleiben dürfen
  • Der Vorstoß könnte dazu führen, dass Markus Söder bei der Landtagswahl 2028 nicht erneut als Regierungschef kandidieren kann
  • Die ÖDP will dafür zunächst 25.000 Unterschriften sammeln; das Volksbegehren könnte im Frühjahr 2027 stattfinden und bei Erfolg später zum Volksentscheid führen

Warum ist das wichtig?

  • Begrenzung der Amtszeit von Ministerpräsidenten könnte verhindern, dass einzelne Personen zu lange an der Macht bleiben, und damit Demokratie und Wandel stärken
  • Ziel ist, „Filz“ und verkrustete Strukturen aufzubrechen und die Funktionsfähigkeit der Demokratie zu erhalten
  • Würde die politische Situation für Markus Söder bei der Landtagswahl 2028 beeinflussen, da er bei erfolgreichem Volksentscheid für eine dritte Amtsperiode nicht mehr antreten könnte

Wer ist betroffen?

  • Markus Söder als bayerischer Ministerpräsident, da er bei der Landtagswahl 2028 nicht erneut für eine dritte Amtsperiode gewählt werden könnte
  • Die Bürgerinnen und Bürger in Bayern, weil ein Volksbegehren und anschließend ein Volksentscheid zur Verfassungsänderung geplant sind

Zahlen/Fakten?

  • Markus Söder amtiert seit 2018 als Ministerpräsident
  • Zulassung des Volksbegehrens: 25.000 Unterschriften erforderlich
  • Volksbegehren laut ÖDP: im Frühjahr 2027; bei Erfolg Volksentscheid einige Monate später

Wie geht’s weiter?

  • Die ÖDP will am Donnerstag einen Vorstoß ankündigen, der eine Amtszeitbegrenzung für Ministerpräsidenten auf maximal zwei Legislaturperioden in der bayerischen Verfassung verankert
  • Zunächst müssen 25.000 Unterschriften für die Zulassung gesammelt werden, intern rechnet die ÖDP mit einem Volksbegehren im Frühjahr 2027 und einem Volksentscheid einige Monate später
  • Ein erfolgreicher Volksentscheid könnte verhindern, dass Markus Söder bei der Landtagswahl 2028 erneut als Regierungschef für eine dritte Amtsperiode gewählt wird
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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