Studie: Viele Ältere sind zu krank für den Job, aber nicht krank genug für die Rente

9. Juli 2026
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Studie: Viele Ältere sind zu krank für den Job, aber nicht krank genug für die Rente

Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftliche Herausforderungen älterer Arbeitnehmer in Deutschland

() – Eine wachsende Zahl älterer Beschäftigter in ist gesundheitlich so stark eingeschränkt, dass sie kaum arbeiten kann, aber die Hürden für eine Erwerbsminderungsrente sind zu hoch. Das hat eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg- ergeben.

Die Forscher warnen vor den Folgen einer weiteren Anhebung des Renteneintrittsalters.

Für den sogenannten Altersübergangs-Report hat Arbeitsmarktforscher Martin Brussig die Daten von Beschäftigten und Rentnern der Jahrgänge 58 bis 65 aus den Jahren 2010 und 2023 verglichen. Das Ergebnis: Ältere Erwerbstätige sind zwar im Schnitt gesünder als gleichaltrige Rentner.

Ihre Gesundheit hat sich im Vergleich zu 2010 aber verschlechtert. „Dies ist ein Indiz dafür, dass ein Teil der heute älteren Beschäftigten unter früheren Bedingungen in Frührente gewechselt wäre“, sagte Brussig. Da die Voraussetzungen dafür verschärft wurden, sei dies heute oft nicht mehr möglich.

Viele seien „zu krank für versicherungspflichtige Arbeit, aber nicht krank genug für die Erwerbsminderungsrente“.

Die Alterssicherungskommission der Bundesregierung hatte zuletzt vorgeschlagen, das Renteneintrittsalter ab 2031 weiter anzuheben. Brussig hält die Debatte für problematisch, solange es keine gute Möglichkeit für gesundheitlich beeinträchtigte Ältere gibt, leichter vorzeitig in Rente zu gehen.

Er plädiert kurzfristig für einen erleichterten Zugang zur gesundheitsbedingten Frühverrentung und langfristig für mehr Investitionen in Prävention und Rehabilitation. Eine aktuelle Umfrage des DGB hatte ergeben, dass nur etwa die Hälfte der Beschäftigten glaubt, bis zur Regelaltersgrenze arbeiten zu können.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Älteres Paar (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Zunehmende gesundheitliche Einschränkungen älterer Beschäftigter in Deutschland.
  • Hürden für Erwerbsminderungsrente sind zu hoch, viele sind „zu krank für versicherungspflichtige Arbeit“.
  • Forderung nach erleichtertem Zugang zur Frühverrentung und mehr Investitionen in Prävention.

Warum ist das wichtig?

  • Anstieg gesundheitlicher Einschränkungen bei älteren Beschäftigten
  • Fehlende Optionen für vorzeitige Altersrente trotz gesundheitlicher Probleme
  • Dringender Bedarf an Reformen für bessere Erwerbsminderungsrente und Prävention

Wer ist betroffen?

  • Ältere Beschäftigte in Deutschland
  • Teil der älteren Erwerbstätigen
  • gesundheitlich beeinträchtigte Ältere

Zahlen/Fakten?

  • Ältere Beschäftigte in Deutschland zunehmend gesundheitlich eingeschränkt
  • Studie vergleicht Daten von Jahrgängen 58 bis 65 aus 2010 und 2023
  • Nur etwa die Hälfte der Beschäftigten glaubt, bis zur Regelaltersgrenze arbeiten zu können

Wie geht’s weiter?

  • Einführung eines erleichterten Zugangs zur gesundheitsbedingten Frühverrentung
  • Langfristige Investitionen in Prävention und Rehabilitation
  • Diskussion über Anhebung des Renteneintrittsalters kritisch führen
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