Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Klima und Wetterphänomene in Münster
Münster () – Entgegen der landläufigen Meinung gehört Münster nicht zu den regenreichsten Gebieten Deutschlands. Das hat der Mikrometeorologe Toprak Aslan von der Universität Münster mitgeteilt.
Die Wahrnehmung eines besonders regnerischen Münsters werde wahrscheinlich durch das relativ häufige Auftreten von bewölktem und unbeständigem Wetter beeinflusst, das mit dem maritimen Einfluss Westeuropas zusammenhänge.
Seit 2014 steht auf dem Dach des GEO1-Gebäudes der Universität ein Langzeitmessturm, der alle zehn Minuten Klimavariablen erfasst. Die Auswertung der Daten zeigt, dass zwischen 12 Uhr und Mitternacht 32 Prozent mehr Regen fällt als in der ersten Tageshälfte.
Insbesondere zwischen 16 und 19 Uhr fällt durchschnittlich etwa ein Viertel der täglichen Niederschlagsmenge. Dieses Phänomen entsteht durch das Zusammenspiel von Meeresfeuchtigkeit und kontinentaler Erwärmung, die am späten Nachmittag zu heftigen Regengüssen führen kann.
Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge in Münster beträgt 715,7 Millimeter, wobei es große jährliche Schwankungen gibt.
Das niederschlagsreichste Jahr war 2017 mit über 1.100 Millimetern, das trockenste Jahr 2018 mit weniger als 500 Millimetern. Die heißeste gemessene Temperatur lag am 25. Juli 2019 bei 37,6 Grad.
Die Messdaten stehen auf der Webseite der Forschungsgruppe „Biosphere-Atmosphere Interaction“ für die Öffentlichkeit frei zur Verfügung. Die Finanzierung für den Messturm läuft jedoch aus, sodass die Forscher hoffen, schnell finanzielle Unterstützung für den langfristigen Erhalt dieser Klimainfrastruktur zu erhalten.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Nasser Regenschirm (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Münster gehört nicht zu den regenreichsten Gebieten Deutschlands.
- Langzeitmessturm an der Universität erfasst alle zehn Minuten Klimavariablen.
- Durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt 715,7 Millimeter.
Warum ist das wichtig?
- Klarstellung des Niederschlagsniveaus in Münster
- Verständnis der regionalen Klimamuster und deren Einfluss auf Wetterwahrnehmung
- Bedeutung der langfristigen Klimaforschung für zukünftige Wetterprognosen
Wer ist betroffen?
- Universität Münster
- Forschungsgruppe „Biosphere-Atmosphere Interaction“
- Forscher
Zahlen/Fakten?
- Durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge in Münster: 715,7 Millimeter
- Niederschlagsreichstes Jahr: 2017 mit über 1.100 Millimetern
- Trockenstes Jahr: 2018 mit weniger als 500 Millimetern
Wie geht’s weiter?
- Suche nach finanzieller Unterstützung für den langfristigen Erhalt des Messturms
- Weiterführende Auswertung und Veröffentlichung der Klimadaten auf der Webseite
- Beobachtung und Analyse der Niederschlagsmuster in den kommenden Jahren
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