Estland fordert höhere Verteidigungsausgaben der Nato-Mitglieder

6. Juli 2026
1 min Lesezeit

Estland fordert höhere Verteidigungsausgaben der Nato-Mitglieder

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik in Estland: NATO und EU Perspektiven

Tallinn () – Der estnische Premierminister Kristen Michal sieht die Zukunft der nach wie vor in der EU und in der Nato. „Wo sollte die Ukraine denn hingehören? Die Ukraine will in die Europäische Union, die EU will sich erweitern“, sagte Michal der „taz“. „Mehr Märkte, mehr Menschen, mehr Chancen. Und wenn man nach den militärischen Fähigkeiten fragt: Die Ukraine hat die fähigste Armee in ganz Europa.“

Michal äußerte sich kurz vor dem Nato-Gipfel in Ankara. Gemeinsam mit den Staats- und Regierungschefs von und war Michal zudem am Freitag zu einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz nach Berlin gereist.

Michal forderte die Mitgliedsstaaten der Nato auf, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen. „ gibt mehr als 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Lettland tut dasselbe. Litauen ebenso, auch“, sagte Michal der „taz“. „Aber es gibt immer noch Länder, die das nicht tun.“ Aus Sicht des estnischen Premierministers müsse der Ukraine signalisiert werden, dass man die Unterstützung fortsetze, um Russland zurückzudrängen. Bereits vor dem Gipfel war bekannt geworden, dass die europäischen Nato-Staaten und Kanada der Ukraine weitere Militärhilfen in Milliardenhöhe zusagen wollen.

Zum Bedrohungslevel seitens Russland sagte Michal: „Hier geht es nicht nur um die baltischen Staaten. Es geht darum, ob Russland beschließen wird, die Nato und die EU anzugreifen. Das müssen wir also unmöglich machen.“ Man müsse vorbereitet sein. „Deshalb investieren wir in neue Fähigkeiten, zum Beispiel in die Drohnenkriegsführung und in Mittelstreckenraketen.“ Aber die Bedrohungsanalyse laute, dass derzeit keine akute militärische Bedrohung gegen die EU und die Nato bestehe. „Doch die Vorgehensweise Russlands und Putins hat sich nicht geändert. Für ihn war der Zusammenbruch der Sowjetunion eine persönliche Beleidigung. Er will sie wiederherstellen, und das ist seine Mission. Er wird versuchen, alles zurückzugewinnen.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kristen Michal am 03.07.2026

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Estnischer Premierminister Kristen Michal bekräftigt die EU- und NATO-Zukunft der Ukraine.
  • Michal fordert Nato-Staaten auf, Verteidigungsausgaben zu erhöhen und kündigt zusätzliche Militärhilfen für die Ukraine an.
  • Er warnt vor der Bedrohung durch Russland und fordert Investitionen in neue militärische Fähigkeiten.

Warum ist das wichtig?

  • Unterstützung der Ukraine für EU- und NATO-Integration ist wichtig für Stabilität in Europa.
  • Erhöhung der Verteidigungsausgaben in NATO-Staaten ist entscheidend zur Abwehr von Bedrohungen.
  • Vorbereitungen auf mögliche Aggressionen Russlands erfordern Investitionen in militärische Fähigkeiten.

Wer ist betroffen?

  • Ukraine
  • NATO-Staaten
  • Estland, Lettland, Litauen, Polen

Zahlen/Fakten?

  • Estland gibt mehr als 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung aus.
  • Lettland und Litauen geben ebenfalls mehr als 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus.
  • Es wird berichtet, dass europäische Nato-Staaten und Kanada der Ukraine weitere Militärhilfen in Milliardenhöhe zusagen wollen.

Wie geht’s weiter?

  • Unterstützung der Ukraine in der EU und NATO fortsetzen
  • NATO-Länder sollten Verteidigungsausgaben erhöhen
  • Investitionen in militärische Fähigkeiten und Drohnenkriegsführung weiter ausbauen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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