DJV entsetzt über Koalitionspläne zu Informationsfreiheitsgesetz

2. Juli 2026
1 min Lesezeit

DJV entsetzt über Koalitionspläne zu Informationsfreiheitsgesetz

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Informationsfreiheit in der Politik Berlin

() – Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) ist entsetzt über die Pläne der Bundesregierung zum Umbau des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG). „Die Regierungskoalition tritt die Informationsfreiheit in die Tonne“, sagte DJV-Chef Hendrik Zörner am Donnerstag der in Berlin.

„Und das ausgerechnet in einer Zeit, da transparente Informationen und Fakten unbedingt notwendig sind, um der Flut an Desinformation und faktenfreien Meinungen begegnen zu können.“

Das Informationsfreiheitsgesetz sei zwar „nicht der große Wurf, aber man konnte damit arbeiten“. Die Informationsbeschaffung werde schwieriger werden, wenn der Bundestag wirklich dem Koalitionsausschuss folge, so Zörner.

Der Koalitionsausschuss hatte in seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen, das Informationsfreiheitsgesetz den „aktuellen Herausforderungen“ anzupassen, wie es hieß. Konkret bedeutet das unter anderem, dass nur noch Privatpersonen Anfragen stellen können sollen, die „ein berechtigtes Interesse“ nachweisen. Die Gebühren sollen „im Einklang mit dem Kostendeckungsprinzip“ angepasst werden, was de facto das Aus für die bisherige Deckelung auf maximal 500 Euro pro Anfrage bedeuten dürfte.

Eingebaut in ihren Beschluss vom Mittwoch hatte die Koalition, die Änderungen am IFG „in Abstimmung mit dem BfDI“, also dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz, vorzunehmen. Amtsinhaberin Louisa Specht-Riemenschneider ist allerdings bereits aus gesundheitlichen Gründen auf dem Absprung. Wie ihr Nachfolger Moritz Hennemann zum Informationsfreiheitsgesetz steht, ist unklar: Auf Anfrage der teilte der Jura-Professor am Donnerstag mit, sich vor seinem Amtsantritt am 1. Oktober nicht dazu zu äußern.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Pressekonferenz nach Koalitionsausschuss am 02.07.2026

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • DJV kritisiert Pläne der Bundesregierung zur Änderung des Informationsfreiheitsgesetzes.
  • Nur noch Privatpersonen mit "berechtigtem Interesse" können Anfragen stellen; Gebührenanpassungen könnten bisherige Höchstgrenze aufheben.

Warum ist das wichtig?

  • Einschränkung der Informationsfreiheit könnte zu mehr Desinformation führen
  • Schwierige Informationsbeschaffung gefährdet Transparenz
  • Änderungen könnten die Zugänglichkeit von Informationen für die Öffentlichkeit drastisch reduzieren

Wer ist betroffen?

  • Deutsche Journalisten-Verband (DJV)
  • Privatpersonen mit berechtigtem Interesse
  • Bundesbeauftragte für den Datenschutz (BfDI)

Zahlen/Fakten?

  • Gebührenanpassung im Einklang mit dem Kostendeckungsprinzip, steigende Kosten pro Anfrage
  • Nur Privatpersonen mit "berechtigtem Interesse" dürfen Anfragen stellen
  • Informationsbeschaffung wird schwieriger bei Änderungen am Informationsfreiheitsgesetz

Wie geht’s weiter?

  • DJV plant Protest gegen geplante Änderungen am Informationsfreiheitsgesetz
  • Abwarten auf Position des neuen Bundesbeauftragten für den Datenschutz
  • Diskussionen und mögliche Anpassungen im Koalitionsausschuss fortsetzen
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