Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Migrationspolitik in Deutschland: Syrische Rückkehrer
Berlin () – Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) entzieht immer mehr Syrern den Schutzstatus. Zugleich steigt die Zahl der freiwilligen Rückkehrer.
Das berichtet der „Spiegel“. Ende 2024 war der Bürgerkrieg in Syrien vorbei. Schon vorher prüfte das Bamf in einem Regelverfahren, ob Syrer ihren Schutzstatus verlieren sollen; fast immer hieß das Ergebnis: kein Widerruf. Mittlerweile aber zeichnet sich eine Trendwende ab. Zwar liegt der Monatsschnitt im laufenden Jahr mit 1.404 Prüfverfahren bisher etwa auf Vorjahresniveau. Doch die Quote der Widerrufe ist deutlich gestiegen. Während das Bamf 2025 bei weniger als 4 Prozent den Schutzstatus aberkannte, stieg die Quote in diesem Jahr auf 17 Prozent und erreichte im Mai einen Rekord mit mehr als 30 Prozent.
Wie das Bamf erklärte, liege das daran, dass derzeit verstärkt Straftäter überprüft werden, bei denen ein Widerruf leichter möglich sei. Ein großer Effekt auf die Gesamtzahl sei angesichts von 500.000 Syrern mit Schutzstatus aber vorerst nicht zu erwarten. Umso mehr hofft der Bund auf freiwillige Ausreisen. Auch hier steigen die Zahlen, wenn auch auf niedrigem Niveau: 2025 waren 3.681 Syrer mit der Bundesförderung zurückgekehrt, in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres schon 2.325, davon 652 allein im Mai.
Aus Sicht des Bundesinnenministeriums reicht das nicht aus. Auf der Innenministerkonferenz Mitte Juni hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) nach „Spiegel“-Informationen angekündigt, die Rückkehrprämien von bis zu 1.000 Euro pro Erwachsenen zu erhöhen. Zu Einzelheiten gebe es jedoch noch keine Festlegung.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Syrer in Deutschland feiern den Sturz von Assad in Syrien (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Das Bamf entzieht zunehmend Syrern den Schutzstatus.
- Die Quote der Widerrufe ist von unter 4 Prozent auf 17 Prozent gestiegen, mit einem Rekord von über 30 Prozent im Mai.
- Die Rückkehrzahlen syrischer Flüchtlinge steigen, wofür Rückkehrprämien erhöht werden sollen.
Warum ist das wichtig?
- Anstieg der Widerrufe des Schutzstatus für Syrer zeigt veränderte Bewertung der Situation in Syrien.
- Erhöhung der Rückkehrprämien könnte zu mehr freiwilligen Ausreisen führen.
- Trend zur Überprüfung von Straftätern unter Syrern könnte die öffentliche Sicherheit erhöhen.
Wer ist betroffen?
- Syrer in Deutschland
- Straftäter unter den Syrern
- Bundesinnenministerium
Zahlen/Fakten?
- Widerrufsquote des Schutzstatus für Syrer stieg von unter 4% (2025) auf 17% (2023), mit Rekordwert über 30% im Mai.
- Im Jahr 2025 kehrten 3.681 Syrer freiwillig zurück; bis Mai 2023 bereits 2.325, davon 652 im Mai.
- 500.000 Syrer in Deutschland mit Schutzstatus.
Wie geht’s weiter?
- Weiterhin Entzug des Schutzstatus für Syrer durch das Bamf
- Erhöhung der Rückkehrprämien für freiwillige Ausreisen geplant
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