Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitswesen in Deutschland: Kritik an Reformplänen
Berlin () – Die Hausärzte haben die Vorhaben der schwarz-roten Koalition scharf kritisiert, die telefonische Krankschreibung abzuschaffen und eine verpflichtende Vorlage der Krankschreibung ab dem ersten Tag einzuführen.
Die Beschlüsse seien „absolut katastrophal“, sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbandes, Markus Blumenthal-Beier, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland„. „Auf unsere Praxen kommt damit eine riesige Bürokratiewelle zu, die kaum zu bewältigen sein wird“, betonte er. Die Koalition mache sich mit diesen vollkommen faktenfreien Beschlüssen nicht nur unglaubwürdig, sie nehme auch die komplette Überlastung der Praxen billigend in Kauf, beklagte der Mediziner.
Alle Statistiken und Untersuchungen belegten zweifelsfrei, dass die telefonische Krankschreibung nicht zu mehr Krankschreibungen geführt habe. Es handele sich nur um einen statistischen Effekt, weil durch die elektronische Erfassung mehr Krankschreibungen in der Statistik auftauchten, so der Verbandschef.
Die Krankschreibungspflicht ab Tag eins werde dazu führen, dass Millionen zusätzliche Menschen in die Arztpraxen kommen müssten, nur um sich eine Krankschreibung abzuholen – „ohne dass das medizinisch irgendeinen Sinn ergibt“. Die Folgen seien längere Wartezeiten für die Patienten, die wirklich medizinische Hilfe brauchten, so Blumenthal-Beier.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Behandlungszimmer beim Arzt (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Hausärzte kritisieren Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und Einführung einer Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag.
- Verbandsvorsitzender Blumenthal-Beier spricht von enormer Bürokratie und Überlastung der Praxen.
- Schätzung: Millionen müssen ohne medizinischen Grund zur Arztpraxis für eine Krankschreibung.
Warum ist das wichtig?
- Erhöhung der Bürokratie in Arztpraxen
- Negative Auswirkung auf Patientenversorgung und Wartezeiten
Wer ist betroffen?
- Hausärzte
- Patienten
- Mitglieder der schwarz-roten Koalition
Zahlen/Fakten?
- telefonische Krankschreibung nicht zu mehr Krankschreibungen geführt
- Millionen zusätzliche Menschen müssten in Arztpraxen kommen
- längere Wartezeiten für Patienten, die medizinische Hilfe benötigen
Wie geht’s weiter?
- Hausärzte kritisieren die geplanten Änderungen der Koalition scharf.
- Befürchtung von erhöhtem bürokratischem Aufwand und Überlastung der Praxen.
- Erwartung von längeren Wartezeiten für patientsuche medizinische Hilfe.
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