Baden-Württemberg - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaft: Schwimmen in Neckar und Rhein
Göppingen () – Die Wasserschutzpolizei hat eindringlich vor den erheblichen Risiken beim Baden und Schwimmen in Neckar und Rhein gewarnt. Wie die Beamten mitteilten, sei das Schwimmen an den Bundeswasserstraßen zwar grundsätzlich erlaubt, doch die Gefahren würden häufig unterschätzt.
So erreichten die Flüsse keine Badewasserqualität und würden vom Gesundheitsamt nicht regelmäßig beprobt. Insbesondere im Unterlauf des Neckars stamme ein Großteil der Wassermenge aus Kläranlagen, sodass Keime und Bakterien im Wasser enthalten seien, die zu Entzündungen und Übelkeit führen könnten.
Ein weiteres Problem sei die fehlende Badeaufsicht.
Auch wenn an den Ufern Rettungsmittel bereitlägen, bleibe ein Notfall im schlimmsten Fall unbemerkt, sodass Hilfe meist zu spät komme. Zudem gelten auf den Wasserstraßen besondere Verkehrsregeln: Das Baden ist unter anderem bis zu 100 Meter ober- und unterhalb von Brücken, Wehren, Hafeneinfahrten und im Schleusenbereich verboten.
Schwimmer dürften den Schiffsverkehr nicht behindern und seien aufgrund ihrer geringen Sichtbarkeit, besonders im toten Winkel großer Schiffe, leicht zu übersehen. Auch die Strömungsverhältnisse würden häufig unterschätzt, da je nach Schleusenbetrieb Unterströmungen in tieferen Wasserschichten auftreten könnten.
Lebensgefährlich ist nach Angaben der Polizei das Springen von Brücken und Wehrstegen.
Unter den Brücken würden immer wieder Gegenstände wie Einkaufswägen oder Fahrräder illegal versenkt, an denen sich Springer verfangen könnten. Zudem könnten die Fallhöhen von bis zu neun Metern bei einer Wassertiefe von 2,80 Metern gravierende Folgen haben.
Neben den gesundheitlichen Risiken drohten den Verursachern empfindliche finanzielle Folgen durch die Kosten für Rettungseinsätze. Die Polizei wies zudem auf den Schutz von Natur und Tierwelt hin: In Naturschutzgebieten sei das Betreten geschützter Bereiche untersagt, und zu Enten- und Schwanenfamilien solle ausreichend Abstand gehalten werden.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Polizeiauto (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Wasserschutzpolizei warnt vor Risiken beim Baden in Neckar und Rhein.
- Gewässer erreichen keine Badewasserqualität und werden nicht regelmäßig beprobt.
- Springen von Brücken ist lebensgefährlich aufgrund von Gegenständen im Wasser und hohen Fallhöhen.
Warum ist das wichtig?
- Gesundheitsrisiken durch Keime und Bakterien im Wasser
- Fehlende Badeaufsicht und potenzielle Gefahr in Notfällen
- Finanzielle Konsequenzen durch Rettungseinsätze und Schutz der Natur
Wer ist betroffen?
- Badegäste und Schwimmer
- Verantwortliche der Wasserschutzpolizei
- Verursacher von Rettungseinsätzen
Zahlen/Fakten?
- Flüsse erreichen keine Badewasserqualität, keine regelmäßige Beprobung durch Gesundheitsamt.
- Ein Großteil der Wassermenge im Unterlauf des Neckars stammt aus Kläranlagen.
- Springen von Brücken kann gravierende Folgen haben, Fallhöhe bis zu 9 Metern bei Wassertiefe von 2,80 Metern.
Wie geht’s weiter?
- Warnung vor Risiken beim Baden in Neckar und Rhein
- Erinnerung an besondere Verkehrsregeln und Badeverbote in bestimmten Bereichen
- Aufklärung über gesundheitliche und finanzielle Folgen bei Vorfällen
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