Bundesbank warnt vor Risiken von KI für Finanzstabilität

30. Juni 2026
1 min Lesezeit

Bundesbank warnt vor Risiken von KI für Finanzstabilität

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Risiken der KI im Finanzsektor

() – Bundesbankvorständin Fritzi Köhler-Geib warnt wegen des Einsatzes von KI-Modellen vor möglichen Risiken für die globale Finanzstabilität.

„Das algorithmische Trading ohne künstliche Intelligenz ist seit Langem etabliert“, sagte Köhler-Geib der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwochausgabe). „Neu ist jedoch, dass die KI die Grenze verschiebt, bis zu der wir Menschen direkten Einfluss auf die Handelsentscheidungen nehmen.“ Mit sogenannter „agentischer“ KI, die auch immer leistungsfähiger werde, träfen Systeme immer häufiger eigenständig Entscheidungen – ohne dass ein Mensch im Einzelfall eingreife, so die Ökonomin weiter.

„Interessanterweise können sich bei KI-Modellen ähnliche Voreingenommenheiten wie bei menschlichen Investoren einschleichen. Sie handeln zum Beispiel überoptimistisch oder blenden Risiken aus“, sagte die Bundesbankvorständin. Das Spannende daran sei, dass diese Modelle solche sogenannten „Biases“ oft hervorragend benennen könnten. Allerdings könnten sie diese Biases bislang nicht zuverlässig abstellen. Derzeit führe die Europäische Bankenaufsichtsbehörde eine Umfrage unter den beaufsichtigten Banken durch, um ein besseres Bild zu erhalten, wo KI genutzt wird und welche Modelle zum Einsatz kommen.

Köhler-Geib kritisierte die KI-Abhängigkeit Europas. „Europa ist bei den großen KI-Modellen aktuell klar im Hintertreffen – insbesondere gegenüber den USA und . Das ist eine strukturelle Herausforderung, die wir lösen müssen“, sagte die Ökonomin. Die USA hielten einen starken Tiger im Käfig, Europa dürfe ihn anschauen, wenn es dafür zahle. Eigentlich müsste Europa in der Lage sein zu sagen, man habe selbst einen mindestens ebenso starken Tiger. Momentan fehle uns diese Option, so Köhler-Geib. „Ganz klar: Wir müssen unsere digitale Souveränität vorantreiben.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Deutsche Bundesbank (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Fritzi Köhler-Geib warnt vor Risiken von KI-Modellen für die Finanzstabilität.
  • KI trifft zunehmend eigenständig Handelsentscheidungen ohne menschliches Eingreifen.
  • Europa ist im Bereich großer KI-Modelle im Hintertreffen im Vergleich zu USA und China.

Warum ist das wichtig?

  • Risiko für globale Finanzstabilität durch KI im Finanzwesen
  • Notwendigkeit der digitalen Souveränität Europas hinsichtlich KI-Entwicklung

Wer ist betroffen?

  • Bundesbankvorständin Fritzi Köhler-Geib
  • Banken unter der Aufsicht der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde
  • Europa im Vergleich zu den USA und China

Zahlen/Fakten?

  • Fritzi Köhler-Geib warnt vor Risiken von KI-Modellen für die Finanzstabilität
  • Europa ist bei großen KI-Modellen hinter den USA und China zurück
  • Europäische Bankenaufsichtsbehörde führt Umfrage über den KI-Einsatz bei Banken durch

Wie geht’s weiter?

  • Aufklärung über Risiken von KI-Modellen für Finanzstabilität
  • Verbesserung der digitalen Souveränität Europas in KI-Technologien
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