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Gesellschaft: Gerichtsurteil zu sexueller Belästigung in München
München () – Das Landgericht München I hat einen früheren hochrangigen Justizbeamten wegen sexueller Belästigung zu einer Geldstrafe verurteilt. Der 67-jährige Ludwig K. muss 120 Tagessätze zu je 160 Euro zahlen, wie das Oberlandesgericht München am Montag mitteilte.
Das Gericht bestätigte damit eine Verurteilung durch das Amtsgericht, änderte aber das Strafmaß.
Während das Amtsgericht noch eine Bewährungsstrafe von sechs Monaten verhängt hatte, verurteilte die Berufungskammer den Angeklagten nun zu einer Geldstrafe. Nach Überzeugung des Gerichts hatte K. im September 2021 eine damals in seinem Vorzimmer tätige Mitarbeiterin nach einem Feierabend-Wein in seinem Büro umarmt und ihr gegen ihren Willen einen Kuss auf Wange und Mund gedrückt.
Die Vorsitzende Richterin Susanne Neupert bezeichnete das Verhalten als absolute Grenzüberschreitung.
Bei der Strafzumessung berücksichtigte die Kammer zugunsten des Angeklagten seine fehlende Vorstrafenlage und die lange Verfahrensdauer. Zu seinen Lasten wertete sie das Über- und Unterordnungsverhältnis zwischen dem Vorgesetzten und der Geschädigten.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; Verteidigung und Staatsanwaltschaft können binnen einer Woche Revision einlegen.
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