Umfrage: Spätere Rente für Akademiker spaltet die Deutschen

16. Dezember 2025
1 min Lesezeit

Umfrage: Spätere Rente für Akademiker spaltet die Deutschen

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftliche Debatte über Renteneintrittsalter in Deutschland

() – Der Vorschlag einer Koppelung des Renteneintrittsalters an die Zahl der Beitragsjahre spaltet die Deutschen.

Wie eine Forsa-Umfrage für den „Stern“ ergab, sind 50 Prozent der Bürger für den Vorschlag des Wirtschaftswissenschaftlers Jens Südekum, und 48 Prozent dagegen. Zwei Prozent äußern sich nicht. Allerdings ist das Ergebnis deutlich knapper als bei früheren Umfragen zu einer generellen Anhebung des regulären Renteneintrittsalters von gegenwärtig 67 Jahren. Das hatten laut Forsa zuletzt nur 28 Prozent befürwortet, aber 69 Prozent abgelehnt.

Deutsche mit Abitur oder Studium lehnen die Koppelung an die Beitragsjahre mehrheitlich (51 zu 46 Prozent) ab, die für sie in der Regel einen späteren Renteneintritt bedeuten würde. Am größten ist der Widerstand bei den 18- bis 29-Jährigen: Sie sind zu 63 Prozent gegen den Vorschlag. Bürger mit Hauptschulabschluss sehen das anders: 56 Prozent fänden so eine Reform sinnvoll, nur 42 Prozent sind dagegen. Noch größer ist die Unterstützung in Ostdeutschland: Dort sind 58 Prozent für das Konzept der Koppelung.

Bei der Analyse nach Parteipräferenzen fällt auf: Für den Reformvorschlag sind mehrheitlich die Wähler von CDU/CSU (56 Prozent) und AfD (54 Prozent). Dagegen sind überwiegend die Anhänger von SPD und Grünen (zu je 53 Prozent) sowie der Linken (55 Prozent).

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa für den „Stern“ und RTL am 11. und 12. Dezember 2025 erhoben. Datenbasis: 1.001 Befragte.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Strand (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • 50 Prozent der Deutschen unterstützen den Vorschlag zur Koppelung des Renteneintrittsalters an die Zahl der Beitragsjahre, 48 Prozent lehnen ihn ab.
  • Besonders der Widerstand kommt von jüngeren Bürgern und Personen mit Abitur oder Studium, während in Ostdeutschland mehr Unterstützung für den Vorschlag besteht.
  • Wähler von CDU/CSU und AfD sind mehrheitlich für den Reformvorschlag, während die Anhänger von SPD, Grünen und Linken überwiegend dagegen sind.

Warum ist das wichtig?

  • Spaltung der Bevölkerung zeigt unterschiedliche Meinungen zu Rentenreformen.
  • Altersgruppen und Bildungsniveau beeinflussen die Haltung zur Koppelung.
  • Politische Präferenzen zeigen klare Unterstützungs- und Ablehnungstrends.

Wer ist betroffen?

  • Deutsche mit Abitur oder Studium
  • 18- bis 29-Jährige
  • Bürger mit Hauptschulabschluss

Zahlen/Fakten?

  • 50 Prozent der Deutschen sind für den Vorschlag, 48 Prozent dagegen.
  • 63 Prozent der 18- bis 29-Jährigen lehnen den Vorschlag ab.
  • 56 Prozent der Wähler von CDU/CSU unterstützen den Reformvorschlag.

Wie geht’s weiter?

  • Diskussion über Koppelung des Renteneintrittsalters an Beitragsjahre bleibt kontrovers
  • Unterstützung und Ablehnung je nach Bildung und Region unterschiedlich
  • Parteien zeigen unterschiedliche Präferenzen bezüglich des Reformvorschlags
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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