Brandenburg - Was ist passiert – was dahinter steckt
Landwirtschaftspolitik in Brandenburg unter Druck
Potsdam () – Brandenburgs Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt hat vor den Plänen der EU-Kommission zur Kappung und Degression der Direktzahlungen in der Agrarpolitik gewarnt. Die geplanten Kürzungen würden die ostdeutsche Landwirtschaft massiv gefährden, sagte Mittelstädt am Mittwoch mit Blick auf den Deutschen Bauerntag 2026 in Freiburg.
Die Ministerin betonte, die Landesregierung stehe fest an der Seite der Landwirte.
Man werde sich weiter in Brüssel und Berlin für Änderungen einsetzen. Die Einführung einer Kappungsgrenze von maximal 100.000 Euro pro Jahr sowie die gestaffelte Kürzung der Direktzahlungen lehne man entschieden ab.
Besonders größere, beschäftigungsintensive Betriebe, die die Landwirtschaft in Ostdeutschland prägten, wären von erheblichen Einkommensverlusten betroffen. Dies hätte gravierende Folgen für Wertschöpfung, Beschäftigung und Investitionen in den ländlichen Räumen.
Nach Angaben des Ministeriums hätte Brandenburg ab 2028 rund 80 Millionen Euro weniger an Direktzahlungen pro Jahr, wenn die EU-Pläne unverändert umgesetzt würden.
Von den Kürzungen wären knapp 1.800 landwirtschaftliche Betriebe betroffen, das entspricht rund 37 Prozent aller Betriebe im Land und 92 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments können noch bis zum 9. Juli Änderungsanträge zum Verordnungsvorschlag einbringen.
Mittelstädt forderte die Bundesregierung auf, sich konsequent für die Interessen der ostdeutschen Landwirtschaft einzusetzen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Hanka Mittelstädt (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Brandenburgs Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt warnt vor EU-Plänen zur Kappung und Degression der Direktzahlungen.
- Ab 2028 könnte Brandenburg rund 80 Millionen Euro weniger an Direktzahlungen erhalten, was 1.800 Betriebe betrifft.
- Die Ministerin fordert die Bundesregierung auf, sich für die Interessen der ostdeutschen Landwirtschaft einzusetzen.
Warum ist das wichtig?
- Geplante Kappung der Direktzahlungen gefährdet ostdeutsche Landwirtschaft.
- Verlust von 80 Millionen Euro jährlich würde gravierende Folgen für Beschäftigung und Investitionen haben.
- Betroffen wären 1.800 Betriebe, was 37 Prozent aller Betriebe im Land entspricht.
Wer ist betroffen?
- Ostdeutsche Landwirtschaft
- Rund 1.800 landwirtschaftliche Betriebe
- Beschäftigungsintensive Betriebe
Zahlen/Fakten?
- Brandenburg hätte ab 2028 rund 80 Millionen Euro weniger an Direktzahlungen pro Jahr
- Knapp 1.800 landwirtschaftliche Betriebe betroffen, entspricht rund 37 Prozent aller Betriebe im Land
- 92 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche betroffen
Wie geht’s weiter?
- Weitere Gespräche in Brüssel und Berlin zur Änderung der EU-Pläne
- Einbringen von Änderungsanträgen durch das Europäische Parlament bis zum 9. Juli
- Fortdauernder Einsatz für die ostdeutsche Landwirtschaft durch die Bundesregierung
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