Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Drogenpolitik in Deutschland: Herausforderungen und Lösungen
Berlin () – Der steigende Crack-Konsum in der Öffentlichkeit stellt die Drogenpolitik in Deutschland vor immer neue Herausforderungen. Die Oberbürgermeister von Köln und Dortmund wollen die Weitergabe von Substanzen in Drogenkonsumräumen legalisieren.
Auch der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), kann dem Vorstoß etwas abgewinnen. „Es ist klar, dass die Situation rund um schwere Suchterkrankungen in Großstädten sich nicht allein mit polizeilichen Maßnahmen lösen lässt“, sagte Streeck dem „Spiegel“. Sucht sei eine Erkrankung und es brauche Hilfen und Unterstützung, nicht nur Repression. Er sieht das Konzept aus der Schweiz als gute Lösung auch für Deutschland. Modelle wie in Zürich könnten erfolgreich sein, wenn die Suchthilfen und Arbeit vor Ort auf der Straße massiv ausgebaut werde, so Streeck. Eine reine Tolerierung des Mikrohandels ohne weitere Maßnahmen führe zum Verlust von Rechtsstaatlichkeit, Sicherheitsgefühl und Glaubwürdigkeit.
Auch der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) findet: „Dieser Weg ist umstritten, aber richtig.“ Die Abhängigkeit von Crack sei viel gefährlicher als eine Heroinabhängigkeit, sagte er dem „Spiegel“. Konsum und Handel müssten verboten bleiben. Es gehe darum, einen so oder so stattfindenden Mikrohandel so zu kontrollieren, dass ein möglichst geringer Schaden für die Bevölkerung entstehe.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Hendrik Streeck (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Steigender Crack-Konsum in Deutschland stellt Drogenpolitik vor Herausforderungen.
- Oberbürgermeister von Köln und Dortmund planen Legalisierung der Substanzweitergabe in Drogenkonsumräumen.
- Drogenbeauftragter Hendrik Streeck und ehemaliger Gesundheitsminister Karl Lauterbach unterstützen kontrollierte Maßnahmen gegen Mikrohandel.
Warum ist das wichtig?
- Steigender Crack-Konsum erfordert neue Drogenpolitik in Deutschland
- Legalisierung der Substanzweitergabe könnte Suchthilfen verbessern
- Kontrolle von Mikrohandel notwendig, um Schaden für die Bevölkerung zu minimieren
Wer ist betroffen?
- Oberbürgermeister von Köln und Dortmund
- Drogenbeauftragter der Bundesregierung, Hendrik Streeck
- ehemaliger Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD)
Zahlen/Fakten?
- Steigender Crack-Konsum in Deutschland
- Oberbürgermeister von Köln und Dortmund wollen Weitergabe von Substanzen legalisieren
- Abhängigkeit von Crack gefährlicher als Heroinabhängigkeit
Wie geht’s weiter?
- Legalisierung der Weitergabe von Substanzen in Drogenkonsumräumen prüfen
- Ausbau von Suchthilfen und Maßnahmen vor Ort
- Kontrolle des Mikrohandels zur Schadensminimierung
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