Bund zahlte zu hohe Auslandszuschläge

20. Juni 2026
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Bund zahlte zu hohe Auslandszuschläge

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politische Fehlbeträge im Auslandsdienst Berlin

() – Der Bund hat ins Ausland entsandten Bediensteten aufgrund eines Berechnungsfehlers an etwa einem Drittel der Dienstorte zu hohe Auslandszuschläge gezahlt. Der entstandene Schaden beläuft sich auf etwa fünf Millionen Euro, berichtet der „Spiegel“.

Demnach hieß es aus dem Auswärtigen Amt, bei einer Verwendung von Beschäftigten des Bundes im Ausland trete „neben die reine Inlandsdienstbesoldung die Auslandsdienstbesoldung, um die besonderen Bedingungen und Belastungen des Einsatzes im Ausland abzubilden“. Die Berechnung der für die Höhe maßgeblichen Zonenstufen erfolge durch eine Firma, die weltweit Daten erhebe und eine mit dem Auswärtigen Amt abgestimmte Berechnungsmethode entwickelt habe.

Dabei werden neben immateriellen Faktoren wie der Sicherheits- und Versorgungslage auch Preisunterschiede für Güter und Dienstleistungen zwischen Berlin und dem Dienstort im Ausland berücksichtigt. Dazu wird eine Teuerungsziffer berechnet: Ist die Kaufkraft am Dienstort geringer und die Kosten damit höher, kommt eine positive Zahl heraus. Lebt es sich am ausländischen Dienstort billiger als in der Bundeshauptstadt, ist der Faktor negativ.

Nach Informationen des „Spiegel“ wurden aber alle Ziffern mit positivem Vorzeichen eingespeist, mit der Folge, dass die Zonenstufen einiger Dienstorte zu hoch eingestuft wurden. Betroffen sind 71 von 220 Dienstorten im Ausland, darunter auch Orte in , an denen Soldaten der Bundeswehr stationiert sind, die zur im Aufbau befindlichen Brigade Litauen gehören.

Das Auswärtige Amt prüft derzeit, die Firma für den entstandenen Schaden in Regress zu nehmen. Von den Staatsbediensteten kann die Bundesregierung die zu hohen Zuschläge aus rechtlichen Gründen nicht zurückfordern. Bei der diesjährigen Festsetzung der Zonenstufen wurde der Fehler bereinigt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Deutsche Botschaft im Ausland (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Fehlerhafte Berechnung führte zu zu hohen Auslandszuschlägen für Bedienstete des Bundes.
  • Schaden von etwa fünf Millionen Euro an 71 Dienstorten im Ausland, darunter in Litauen.
  • Auswärtiges Amt plant rechtliche Schritte gegen die verantwortliche Firma.

Warum ist das wichtig?

  • Finanzielle Auswirkungen für den Bund mit einem Schaden von etwa fünf Millionen Euro
  • Auswirkungen auf Bedienstete im Ausland, die möglicherweise zu hohe Auslandszuschläge erhalten haben
  • Notwendigkeit, Fehler in der Berechnung zu korrigieren und Verantwortlichkeiten zu klären

Wer ist betroffen?

  • etwa ein Drittel der Dienstorte im Ausland
  • 71 von 220 Dienstorten im Ausland
  • Soldaten der Bundeswehr in Litauen

Zahlen/Fakten?

  • etwa fünf Millionen Euro Schaden durch Berechnungsfehler
  • 71 von 220 Dienstorten im Ausland betroffen
  • Auslandszuschläge für Bedienstete des Bundes im Ausland zu hoch gezahlt

Wie geht’s weiter?

  • Auswärtiges Amt prüft Regressansprüche gegen die Firma
  • Fehler bei Zonenstufen wurde 2023 bereinigt
  • Rückforderung zu hoher Zuschläge von Staatsbediensteten rechtlich nicht möglich
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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