Demenz-Studie: Verhaltensauffälligkeiten bei häuslicher Pflege untersucht

19. Juni 2026
1 min Lesezeit

Demenz-Studie: Verhaltensauffälligkeiten bei häuslicher Pflege untersucht

Bayern - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesundheit: Demenzforschung in Erlangen

() – Eine neue Studie des Digitalen Demenzregisters an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen- (FAU) hat erstmals Verhaltens- und psychische Symptome bei Demenzkranken im häuslichen Umfeld untersucht, wie die Universität am Freitag mitteilte. Bislang konzentrierte sich die Forschung vor allem auf Betroffene in Pflegeheimen, obwohl die meisten Menschen mit Demenz den Großteil ihrer Erkrankung zu Hause verbringen.

Die Wissenschaftler werteten Daten von 368 Teilnehmern mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen oder leichter bis mittelschwerer Demenz aus ganz Bayern aus.

Dabei zeigte sich, dass Männer zunächst stärker von Symptomen wie Unruhe, Teilnahmslosigkeit oder Gereiztheit betroffen schienen als Frauen. Nach Berücksichtigung von Faktoren wie Alter, Bildungsgrad und Schwere der Demenz verschwanden diese Unterschiede jedoch. „Das Geschlecht ist nicht der alleinige entscheidende Faktor – auch andere soziale und medizinische Merkmale haben prägenden Einfluss“, erklärte Erstautorin Lea Dütsch.

Die Forscher betonen die Notwendigkeit, die häusliche Versorgung stärker in den Blick zu nehmen.

Angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels in der Pflege seien der Aufbau ambulanter und gemeindenaher Unterstützungsstrukturen entscheidend. Die Studie unterstreiche, dass individuelle Faktoren wie Alter und Bildung bei der Behandlung von Demenzsymptomen stets mitberücksichtigt werden müssten.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Seniorin mit Helferin (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Erste Studie über Verhaltens- und psychische Symptome bei Demenzkranken im häuslichen Umfeld
  • Daten von 368 Teilnehmern mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen oder Demenz ausgewertet
  • Geschlecht spielt nicht die alleinige Rolle bei der Ausprägung der Symptome

Warum ist das wichtig?

  • Fokus auf häusliche Versorgung von Demenzpatienten ist notwendig
  • Gesundheitsversorgung muss individuelle Faktoren wie Alter und Bildung berücksichtigen
  • Bedeutet Aufbau von ambulanten und gemeindenahen Unterstützungsstrukturen

Wer ist betroffen?

  • Demenzkranke im häuslichen Umfeld
  • Männer mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen oder leichter bis mittelschwerer Demenz
  • Menschen mit variierenden sozialen und medizinischen Merkmalen

Zahlen/Fakten?

  • 368 Teilnehmer mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen oder leichter bis mittelschwerer Demenz
  • Unterschiede zwischen Männern und Frauen verschwanden nach Berücksichtigung von Alter, Bildungsgrad und Schwere der Demenz
  • Notwendigkeit für ambulante und gemeindenahen Unterstützungsstrukturen betont

Wie geht’s weiter?

  • Stärkung der häuslichen Versorgung
  • Aufbau ambulanter und gemeindenaher Unterstützungsstrukturen
  • Berücksichtigung individueller Faktoren bei der Behandlung von Demenzsymptomen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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