BDA kritisiert Reform von EU-Nachhaltigkeitsberichterstattung

12. Juni 2026
1 min Lesezeit

BDA kritisiert Reform von EU-Nachhaltigkeitsberichterstattung

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Kritik an EU-Nachhaltigkeitsberichterstattung in Berlin

() – Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat die geplante Vereinfachung der EU-Richtlinie zur sogenannten Nachhaltigkeitsberichterstattung als unzureichend kritisiert.

Brüssel habe zwar „wichtige Vereinfachungen auf den Weg gebracht“, sagte BDA-Präsident Rainer Dulger der „Welt“ (Freitagausgabe). „Bei der Sozialberichterstattung droht derzeit aber das Gegenteil.“

Vieles, was Unternehmen künftig berichten sollten, sei bereits gesetzlich geregelt oder Gegenstand anderer EU-Vorgaben. Dulger fürchtet, dass Betriebe dieselben Informationen bald mehrfach erfassen und offenlegen müssen. „Das kostet viel Mühe und Geld“, sagte er.

Gemäß der Richtlinie sollen Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten und 450 Millionen Euro Umsatz ab 2027 die Folgen ihres Handelns auf die Umwelt, die eigenen Angestellten und die weitere Gesellschaft analysieren. Mehr als 1.000 Datenpunkte müssen nach der aktuellen Version erfasst werden.

Die EU-Kommission kündigte kürzlich an, das zu ändern. Ein Sprecher der Behörde sagte der Zeitung nun, man habe „die Zahl der Datenpunkte in den sozialen Standards um 53 bis 64 Prozent reduziert“. Zudem gebe es eine „Verringerung der narrativen Berichtspflichten um mehr als 60 Prozent“. Damit sind textliche Erläuterungen gemeint.

Der Interessensverband erwartet jedoch, dass der tatsächliche Berichtsaufwand für europäische Unternehmen trotzdem nur um zehn bis 20 Prozent sinken und in einigen Bereichen sogar steigen werde. Denn viele Änderungen, kritisiert der BDA, ergäben sich aus der Beseitigung von Doppelungen und der Streichung von Anforderungen, die ohnehin einfach zu erfüllen waren.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Rainer Dulger (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • BDA kritisiert geplante Vereinfachung der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung.
  • BDA-Präsident Dulger befürchtet mehrfaches Erfassen von Informationen und hohen Kosten für Unternehmen.
  • EU-Kommission plant Reduzierung der Datenpunkte und Berichtspflichten, erwartet jedoch nur begrenzte Entlastung für Unternehmen.

Warum ist das wichtig?

  • Vereinfachung der EU-Richtlinie wird als unzureichend kritisiert
  • Risiko von mehrfacher Datenerfassung und höheren Kosten für Unternehmen
  • Trotz Reduzierung bleibt hoher Berichtsaufwand für Firmen bestehen

Wer ist betroffen?

  • Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten
  • Unternehmen mit 450 Millionen Euro Umsatz
  • Europäische Unternehmen

Zahlen/Fakten?

  • Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten und 450 Millionen Euro Umsatz müssen ab 2027 berichten
  • Mehr als 1.000 Datenpunkte müssen erfasst werden
  • EU plant Reduzierung der Datenpunkte um 53 bis 64 Prozent und Ersparnis der narrativen Berichtspflichten um mehr als 60 Prozent

Wie geht’s weiter?

  • Unternehmen müssen weiterhin viele Datenpunkte erfassen
  • Berichtsaufwand könnte nur um 10-20 Prozent sinken
  • Sorge um Doppelungen in der Berichterstattung bleibt bestehen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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