Schneider will härter gegen Billigpakete aus China vorgehen

11. Dezember 2025
1 min Lesezeit

Schneider will härter gegen Billigpakete aus China vorgehen

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Umweltpolitik: Herausforderungen durch Onlinehandel in Deutschland

() – Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) fordert ein härteres Vorgehen gegen chinesische Versandhändler, die aus seiner Sicht in großem Stil geltende Regeln im deutschen und europäischen Onlinehandel umgehen.

„Diese Billigpakete aus machen viel zu viele Probleme: Spielzeuge, die Gift enthalten, Billigtextilien, die nur einmal getragen werden und dann die Altkleidercontainer überfluten, oder Elektrogeräte, die nicht den Sicherheitsstandards entsprechen“, sagte Schneider der „Bild“ (Donnerstagausgabe). „Die Anbieter halten sich zu oft nicht an die Regeln, die wir aus guten Gründen in Europa haben. Diese unfaire Konkurrenz schadet der Umwelt, den Verbrauchern und unserem europäischen Einzelhandel.“

Eigentlich ist jeder Onlinehändler, der gewerbsmäßig nach liefert, verpflichtet, sich im Verpackungsregister „LUCID“ zu registrieren und je nach Handelsvolumen Gebühren für Verpackungsmüll zu zahlen. Eine Sprecherin des Registers „LUCID“ machte auf Anfrage der Zeitung deutlich, dass sich zwar eine Million chinesische Versender eingetragen hätten, die Mehrzahl der Versender jedoch wohl nicht. Auch lasse sich nicht kontrollieren, ob die vorgeschriebene Müllgebühr bezahlt werde.

Auf Anfrage, wie sichergestellt werde, dass die Onlinehändler, deren Waren über chinesische Händler nach Deutschland kommen, für den Müll zahlen, antwortete eine Sprecherin des Verpackungsregisters: „Aktuell und auf der Basis des geltenden Rechts kann dieser Punkt nicht sichergestellt werden.“

Schneider fordert eine Reform der EU-Regeln. „Wer mit diesen Billigpaketen sein Geld verdient, sollte sich auch an den zusätzlichen Kosten beteiligen, die die Produkte hier in Europa bei den Kontrolleuren und den Entsorgern verursachen“, sagte er und verwies auf die aktuell geltende europäische Zollbefreiung für Billig-Pakete. Diese müsse so schnell wie möglich aufhören. „Dafür setzt sich Lars Klingbeil in Brüssel ein.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Carsten Schneider (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bundesumweltminister Carsten Schneider fordert ein härteres Vorgehen gegen chinesische Versandhändler.
  • Viele chinesische Anbieter halten sich nicht an europäische Regeln, was Umwelt und Verbraucher schadet.
  • Schneider verlangt eine Reform der EU-Regeln und das Ende der Zollbefreiung für Billigpakete.

Warum ist das wichtig?

  • Schutz von Verbrauchern und Umwelt vor schädlichen Produkten
  • Sicherstellung fairer Wettbewerbsbedingungen für europäische Händler
  • Reform der EU-Regeln zur Erhöhung der Verantwortung chinesischer Anbieter

Wer ist betroffen?

  • Verbraucher
  • Europäischer Einzelhandel
  • Umwelt

Zahlen/Fakten?

  • Eine Million chinesische Versender haben sich im Verpackungsregister "LUCID" eingetragen.
  • Die meisten Versender halten sich nicht an die Regeln im deutschen und europäischen Onlinehandel.
  • Schneider fordert eine Reform der EU-Regeln, insbesondere die Beendigung der Zollbefreiung für Billig-Pakete.

Wie geht’s weiter?

  • Reform der EU-Regeln fordern
  • Zollbefreiung für Billigpakete abschaffen
  • Verantwortlichkeit der Onlinehändler sicherstellen
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