News - Was ist passiert – was dahinter steckt
Indiens Militärstrategie und Drohnentechnologie
Neu-Delhi () – Die indische Armee will innerhalb der nächsten fünf Jahre eine halbe Million Soldaten im Umgang mit Drohnen schulen. Bezogen auf das aktuelle Streitkräftepotential wäre das jeder dritte Militärangehörige.
Der Oberbefehlshaber des Ausbildungskommandos der indischen Armee, Devendra Sharma, sagte bei einer Abschlussfeier einer Kampfhubschrauber-Ausbildungsschule, dass bereits im vergangenen Jahr rund 50.000 Soldaten und Offiziere für den Betrieb ferngesteuerter Flugsysteme ausgebildet worden seien, wie indische Medien berichten.
Der Vorstoß zur flächendeckenden Drohnenausbildung sei eine direkte Folge der Analyse jüngster Konflikte. Dabei hätten preiswerte, kommerziell erhältliche Drohnen mehrfach millionenschwere, veraltete Waffensysteme ausgeschaltet und die Kampfverhältnisse weltweit grundlegend verändert, so der General.
Um diese Fähigkeiten in der Breite zu verankern, wurde an 19 Ausbildungseinrichtungen ein spezielles Schulungsprogramm eingeführt. Die Ausbildung umfasst unter anderem Präzisionsflüge, Manöver in speziellen Zonen sowie den Einsatz moderner Simulatoren.
Neben der Aufklärung sollen Drohnen die Armee demnach auch bei Präzisionsangriffen, der Zerstörung von Zielen und der autonomen Nachschubversorgung in großer Höhe oder in feindlichem Gelände versorgen. Dies verschaffe einen erheblichen Vorteil durch bessere Informationen und schnellere Entscheidungen, erklärte Sharma.
Die Streitkräfte Indiens umfassen etwa 1,5 Millionen Soldaten, wovon 1,25 Millionen im Heer dienen, rund 150.000 bei der Luftwaffe und etwa 90.000 bei Marine und Küstenwache. Damit unterhält Indien nach der Anzahl der Soldaten die drittgrößte Streitmacht der Welt.
Seit Jahrzehnten liegt Indien im Clinch mit Pakistan um die im Himalaya gelegene Region Kaschmir.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Sicherheitskräfte in Indien (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Indische Armee plant, innerhalb der nächsten fünf Jahre 500.000 Soldaten im Umgang mit Drohnen auszubilden.
- Bereits 50.000 Soldaten und Offiziere wurden im vergangenen Jahr für den Betrieb ferngesteuerter Flugsysteme geschult.
- Umfassendes Schulungsprogramm an 19 Einrichtungen eingeführt, das Präzisionsflüge und moderne Simulatoren umfasst.
Warum ist das wichtig?
- Verbesserung der militärischen Fähigkeiten durch moderne Technik
- Anpassung an aktuelle Konfliktdynamiken und Nutzung kostengünstiger Drohnen
- Erhöhung der Effizienz und Effektivität durch präzisere Informationen und schnellere Entscheidungen
Wer ist betroffen?
- Soldaten der indischen Armee
- Offiziere der indischen Armee
- Ausbildungseinrichtungen der indischen Armee
Zahlen/Fakten?
- Indische Armee plant, innerhalb der nächsten fünf Jahre 500.000 Soldaten im Umgang mit Drohnen zu schulen.
- Rund 50.000 Soldaten und Offiziere wurden im vergangenen Jahr für den Betrieb ferngesteuerter Flugsysteme ausgebildet.
- Indiens Streitkräfte umfassen etwa 1,5 Millionen Soldaten.
Wie geht’s weiter?
- Schulung von 500.000 Soldaten in fünf Jahren
- Umsetzung eines speziellen Schulungsprogramms an 19 Ausbildungseinrichtungen
- Weiterentwicklung der Drohnentechnologie für Aufklärung und Präzisionsangriffe
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