Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Pflegefinanzierung in Deutschland: Politische Debatte
Berlin () – Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christos Pantazis, hat Forderungen aus der Unionsfraktion für eine stärkere Heranziehung gutverdienender Angehöriger für die Pflege-Finanzierung zurückgewiesen.
„Pflege ist ein allgemeines Lebensrisiko und keine private Verantwortung einzelner Familien“, sagte Pantazis der „Rheinischen Post“. „Wer die Debatte vor allem über Vermögenszugriffe, Erbschaften und eine stärkere Heranziehung von Angehörigen führt, greift aus meiner Sicht zu kurz.“
Denn wer sein Leben lang Rücklagen bilde, solle nicht befürchten müssen, dass diese im Pflegefall schrittweise zur Ersatzfinanzierung struktureller Defizite herangezogen würden, so der SPD-Politiker. „Wir brauchen eine solidarische und nachhaltige Pflegereform, die soziale Sicherheit gewährleistet und nicht neue Abstiegsängste erzeugt“, sagte Pantazis.
Zuletzt hatte Unionsfraktionsvize Albert Stegemann (CDU) vorgeschlagen, erwachsene Kinder künftig früher an den Kosten für die Pflege ihrer Eltern zu beteiligen. Auch hatte Stegemann gefordert, dass zur Finanzierung der Pflege auch Wohneigentum herangezogen werden sollte.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Seniorin mit Helferin (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Christos Pantazis lehnt Forderungen der Union zur stärkeren finanziellen Beteiligung von Angehörigen an Pflegekosten ab.
- Pantazis betont, dass Pflege ein Lebensrisiko ist und nicht privat finanziert werden sollte.
- Union fordert, dass erwachsene Kinder und Wohneigentum für Pflegekosten herangezogen werden.
Warum ist das wichtig?
- Pflege ist ein allgemeines Lebensrisiko und keine private Verantwortung.
- Bedarf an solidarischer und nachhaltiger Pflegereform für soziale Sicherheit.
Wer ist betroffen?
- gutverdienende Angehörige
- erwachsene Kinder
- Senioren
Zahlen/Fakten?
- Christos Pantazis wies die Forderungen der Unionsfraktion zurück.
- Vorschlag: erwachsene Kinder früher an Pflegekosten beteiligen.
- Stegemann forderte auch die Heranziehung von Wohneigentum zur Finanzierung.
Wie geht’s weiter?
- SPD fordert solidarische und nachhaltige Pflegereform
- Diskussion über Vermögenszugriffe und Erbschaften vermeiden
- Beteiligung von Angehörigen an Pflegekosten wird abgelehnt
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