Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
EU-Politik: Tierversuche in Chemikaliensicherheit reduzieren
Brüssel () – Die Europäische Kommission hat einen Plan vorgestellt, der den schrittweisen Ausstieg aus Tierversuchen bei chemischen Sicherheitsbewertungen vorsieht.
Der Fahrplan, der am Montag im Rahmen des Chemikalien-Aktionsplans der EU präsentiert wurde, umfasst 22 Maßnahmen in 15 Bereichen, darunter Chemikalien für industrielle und Verbraucherzwecke, Pestizide und Biozide, Arzneimittel sowie Lebensmittel- und Futtermittelzusatzstoffe. Ziel ist es der Brüsseler Behörde zufolge, innovative, tierversuchsfreie Ansätze zu fördern und gleichzeitig die Sicherheit für Mensch, Tier und Umwelt zu gewährleisten.
Der erste Pfeiler des Plans konzentriert sich darauf, den Wandel hin zu tierversuchsfreien Methoden zu beschleunigen. Dabei sollen Tierversuche, die Gesundheits- und Umweltsicherheitsbewertungen dienen, ersetzt, reduziert oder optimiert werden. Der zweite Pfeiler zielt darauf ab, Europa an der Spitze von Forschung und Innovation zu halten, indem ein breites Ökosystem von Forschung und Geschäftsentwicklung unterstützt wird. Der dritte Pfeiler fördert die Zusammenarbeit innerhalb Europas und darüber hinaus, um die Umsetzung mit allen relevanten Akteuren zu erleichtern.
Die Kommission plant, bis 2029 eine hochrangige Konferenz zu organisieren, um den Fortschritt zu bewerten. Diese Konferenz soll sich auf die verstärkte Nutzung tierversuchsfreier Ansätze in der EU-Gesetzgebung konzentrieren und die Konsultation von Interessengruppen über den weiteren Weg einschließen.
„Die Veröffentlichung dieses Fahrplans ist ein entscheidender Schritt zur Modernisierung der Bewertung der Chemikaliensicherheit und stärkt gleichzeitig Europas Führungsrolle im Bereich Innovation“, sagte EU-Kommissionsvize Stéphane Séjourné. Durch die schrittweise Abschaffung von Tierversuchen halte man nicht nur höhere ethische Standards ein, sondern stärke auch die Wettbewerbsfähigkeit.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | EU-Fahnen (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Europäische Kommission stellt Plan für schrittweisen Ausstieg aus Tierversuchen vor.
- Ziel ist die Förderung innovativer, tierversuchsfreier Ansätze bei chemischen Sicherheitsbewertungen.
- Bis 2029 ist eine Konferenz zur Bewertung des Fortschritts und zur Konsultation von Interessengruppen geplant.
Warum ist das wichtig?
- Förderung tierversuchsfreier Methoden verbessert ethische Standards
- Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Europas im Bereich Forschung und Innovation
- Schutz von Mensch, Tier und Umwelt durch sicherere chemische Bewertungen
Wer ist betroffen?
- Europäische Kommission
- Menschen, die in der chemischen Sicherheitsbewertung arbeiten
- Tier- und Umweltschutz-Interessen
Zahlen/Fakten?
- 22 Maßnahmen in 15 Bereichen
- Ziel bis 2029: hochrangige Konferenz zur Bewertung des Fortschritts
- Fokus auf tierversuchsfreie Methoden in der EU-Gesetzgebung
Wie geht’s weiter?
- Umsetzung des Plans bis 2029
- Hochrangige Konferenz zur Bewertung des Fortschritts
- Fokus auf tierversuchsfreie Ansätze in EU-Gesetzgebung
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