Migrationsexperten warnen Deutschland vor Abschottung

1. Juni 2026
1 min Lesezeit

Migrationsexperten warnen Deutschland vor Abschottung

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Flüchtlingspolitik in Deutschland unter Kritik

() – Eine Gruppe von Migrationsexperten geht mit der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung hart ins Gericht. Der Rückgang der Asylbewerberzahlen in habe wenig mit den Maßnahmen der Bundesregierung zu tun, heißt es im Report „Globale Flucht 2026“, der am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Genannt werden dabei Binnengrenzkontrollen, Abschiebungen, die Bezahlkarte oder Sozialleistungskürzungen. Deutschland sei zu mehr Verantwortungsübernahme statt mehr Abschottung aufgefordert.

„Verantwortung bedeutet ja Schutzgewährung für diejenigen, die des Schutzes bedürfen“, sagte Petra Bendel, eine der Herausgeberinnen des Reports, der . Der Zugang zu wichtigen Menschenrechten und zu Schutzrechten, werde aber immer weiter zurückgefahren. Die systematische Kontrolle an Grenzen und die Zurückweisung auch von Asylsuchenden seien zum Beispiel nicht „rechtskonform“.

Darüber hinaus fehlten legale Zugangswege, so Bendel. „Wenn wir gucken, woher kommen denn die meisten Menschen, dann sehen wir: Sie haben eigentlich gar keine legalen Zugangswege, sie müssen erst mal irregulär einwandern, um dann einen Asylantrag zu stellen.“ Bisher habe es da noch sogenannte Resettlement-Programme als Möglichkeit gegeben, aber diese seien in vielen Staaten, darunter auch Deutschland eingestellt worden. Ähnlich stehe es zudem um die humanitären Aufnahmeprogramme, die ebenfalls eingestellt worden seien.

Mitherausgeber Benjamin Etzold verwies darüber hinaus auf sehr hohe Rüstungsexporte von Deutschland. Es sei davon auszugehen, dass auch in Konfliktregionen mit deutschen Waffen gekämpft werde. Als Beispiel nannte er den Konflikt im .

Der Report „Globale Flucht“ entsteht jährlich im Rahmen des Projektes FFVT. Dies ist eine Kooperation der Institute BICC, CHREN und IMIS.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Vorstellung Report Globale Flucht 2026 am 01.06.2026

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Migrationsexperten kritisieren die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung
  • Rückgang der Asylbewerberzahlen wird nicht mit Regierungsmaßnahmen in Verbindung gebracht
  • Fehlende legale Zugangswege und Einstellung von Resettlement-Programmen sowie humanitären Aufnahmeprogrammen angesprochen

Warum ist das wichtig?

  • Rückgang der Asylbewerberzahlen nicht unbedingt durch Regierungsmaßnahmen bedingt
  • Fehlende legale Zugangswege für Asylsuchende und systematische Kontrolle an Grenzen kritisiert
  • Hohe Rüstungsexporte Deutschlands tragen zur Verschärfung von Konflikten bei

Wer ist betroffen?

  • Asylsuchende
  • Menschen in Konfliktregionen
  • Personen ohne legale Zugangswege

Zahlen/Fakten?

  • Rückgang der Asylbewerberzahlen in Deutschland habe wenig mit Maßnahmen der Bundesregierung zu tun
  • Fehlende legale Zugangswege für Flüchtlinge, die zunächst irregulär einwandern müssen
  • Hohe Rüstungsexporte von Deutschland, mit Einsatz in Konfliktregionen wie dem Sudan

Wie geht’s weiter?

  • Deutschland aufgefordert, mehr Verantwortung zu übernehmen und Schutz zu gewähren
  • Notwendigkeit, legale Zugangswege für Asylsuchende zu schaffen
  • Rüstungsexporte Deutschlands in Konfliktregionen hinterfragen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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