Verdi kündigt weitere Streiks bei der Postbank an

26. Mai 2026
1 min Lesezeit

Verdi kündigt weitere Streiks bei der Postbank an

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Warnstreiks bei Postbank in Frankfurt

() – Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat nach der zweiten Verhandlungsrunde für die rund 9.000 Postbank-Mitarbeiter im Deutsche-Bank-Konzern weitere Warnstreiks angekündigt.

Verdi teilte am Dienstag mit, dass die Arbeitgeberseite am 18. Mai in Frankfurt kein „verhandlungsfähiges Angebot“ vorgelegt habe. Deshalb werde der Druck bundesweit erhöht. Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck sagte, die Mitarbeiter hätten kein Verständnis dafür, dass von den Rekordgewinnen der Deutschen Bank nur die Aktionäre profitieren sollten, während die Bank in der Tarifrunde einen Reallohnverlust durchsetzen wolle.

Ab Mittwoch sollen erste Standorte in den Warnstreik treten, der am Donnerstag ausgeweitet wird. Bis zum Samstag werden auch die Mitarbeiter des Postbank-Filialvertriebs und der Callcenter zu Warnstreiks aufgerufen. Zusätzlich plant Verdi am Donnerstag eine Protestdemonstration im Rahmen der Hauptversammlung der Deutschen Bank am Frankfurter Messegelände.

Das Angebot der Arbeitgeberseite sieht nach drei Nullmonaten eine Gehaltserhöhung von 2,4 Prozent ab dem 1. Juli 2026 und weitere 2,3 Prozent ein Jahr später vor. Verdi bewertet dies angesichts der hohen Inflation und der wirtschaftlichen Lage des Konzerns als unzureichend. Die Gewerkschaft fordert eine Gehaltserhöhung um acht Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich, sowie 200 Euro mehr Ausbildungsvergütung.

Zudem setzt sich Verdi für verbindliche Zusagen zur Sicherung von Beschäftigung und Standorten sowie Qualifizierungsmaßnahmen im Zuge der Einführung von Künstlicher Intelligenz im Deutsche-Bank-Konzern ein. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 15. Juni 2026 in angesetzt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Streik-Hinweis an einer Postbank-Filiale (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Verdi kündigt weitere Warnstreiks für 9.000 Postbank-Mitarbeiter an.
  • Arbeitgeberseite legt kein verhandlungsfähiges Angebot vor.
  • Verdi fordert eine Gehaltserhöhung um acht Prozent und zusätzliche Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung.

Warum ist das wichtig?

  • Erhöhung des Drucks auf die Arbeitgeber durch Warnstreiks zeigt die Unzufriedenheit der Mitarbeiter.
  • Forderung nach fairen Gehältern und Beschäftigungssicherheit ist entscheidend für die Mitarbeitermotivation und Stabilität.
  • Protestdemonstrationen während der Hauptversammlung erhöhen die Sichtbarkeit der Anliegen der Beschäftigten.

Wer ist betroffen?

  • rund 9.000 Postbank-Mitarbeiter
  • Aktionäre der Deutschen Bank
  • Beschäftigte im Postbank-Filialvertrieb und Callcenter

Zahlen/Fakten?

  • Rund 9.000 Postbank-Mitarbeiter betroffen
  • Gehaltserhöhung von 2,4 % ab 1. Juli 2026, weitere 2,3 % ein Jahr später
  • Gewerkschaft fordert 8 % Gehaltserhöhung, mindestens 300 Euro monatlich

Wie geht’s weiter?

  • Weitere Warnstreiks ab Mittwoch an ersten Standorten
  • Ausweitung der Warnstreiks bis Samstag, inklusive Callcenter-Mitarbeiter
  • Protestdemonstration am Donnerstag während der Hauptversammlung der Deutschen Bank
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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