Sachsen-Anhalt kauft Intel-Grundstück zurück

22. Mai 2026
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Sachsen-Anhalt kauft Intel-Grundstück zurück

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Entwicklung des High-Tech Parks Magdeburg

() – Das Land hat Intel die Flächen bei Magdeburg abgekauft, die ursprünglich für die Ansiedlung des Halbleiterunternehmens vorgesehen waren. Mit der notariellen Beurkundung des Grundstückskaufvertrages zwischen Intel und dem Land -Anhalt am Freitag sei „ein weiterer wichtiger Schritt zur langfristigen Entwicklung des High-Tech Parks Sachsen-Anhalt vollzogen“ worden, teilte die Landesregierung mit.

Nach der ursprünglichen Investitionsentscheidung des Unternehmens für Magdeburg im Jahr 2022 und dem damit verbundenen Erwerb von Grundstücken durch Intel waren die Areale durch die landeseigene High-Tech Park Sachsen-Anhalt GmbH (HTP GmbH) seit 2024 planungsrechtlich vorbereitet und infrastrukturell teilerschlossen worden. Hierzu zählten unter anderem komplexe Genehmigungs- und Erschließungsmaßnahmen sowie die Vorbereitung leistungsfähiger Energie-, Wasser-, Verkehrs- und Digitalinfrastrukturen mit dem Ziel, die besten Voraussetzungen für die Ansiedlung weiterer Unternehmen zur Entwicklung des High-Tech Parks zu schaffen.

Land und Bund waren außerdem bereit, das Intel-Projekt mit viel Geld zu fördern, allein der Bund wollte knapp zehn Milliarden Euro geben. Doch der US-Konzern verzichtete lieber darauf und sagte das Vorhaben im letzten Jahr endgültig ab, nachdem es ein Jahr zuvor schon auf Eis gelegt worden war.

Wie viel Geld das Land nun für den Kauf der Intel-Grundstücke auf den Tisch legen musste, wurde am Freitag nicht mitgeteilt. Im Gespräch war im Vorfeld ein „dreistelliger Millionenbetrag“ für eine Gesamtfläche von etwa 400 Hektar, die Intel gehört haben sollen, insgesamt ist die Industriefläche etwa 1.100 Hektar groß.

„Mit dem nun erreichten Vertragsabschluss schaffen wir die Grundlage, die bereits geschaffenen Potenziale des Standortes aktiv weiterzuentwickeln“, sagte Jürgen Ude, Staatssekretär für Strukturwandel, am Freitag. „Unser Ziel war es von Beginn an, die strategische Entwicklungsfähigkeit des Standortes dauerhaft zu sichern.“

Sachsen-Anhalt will aus den Flächen, derzeit hauptsächlich noch als Acker genutzt, auch ohne Intel einen High-Tech-Park machen. Ziel sei „die Etablierung eines international anschlussfähigen High-Tech-Standortes mit Fokus auf technologieintensive Industrieansiedlungen, innovative Wertschöpfungsketten sowie moderne Infrastruktur- und Innovationskonzepte“. Der „High-Tech Park Sachsen-Anhalt“ soll perspektivisch Raum für Unternehmen aus den Bereichen Mikroelektronik, digitale Industrie, KI- und datengetriebene Technologien sowie weitere technologieorientierte Branchen bieten, wie es hieß. Dafür sollen „die infrastrukturellen Voraussetzungen für eine moderne und leistungsfähige Industrieentwicklung weiter vorangetrieben werden“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Gewerbegebiet Eulenberg bei Magdeburg (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Sachsen-Anhalt hat Flächen bei Magdeburg von Intel abgekauft.
  • Intel sagte das geplante Halbleiterprojekt ab, obwohl Bund und Land finanzielle Unterstützung angeboten hatten.
  • Ziel ist die Entwicklung eines High-Tech-Parks ohne Intel.

Warum ist das wichtig?

  • Grundlage für die Entwicklung des High-Tech Parks sichern
  • Etablierung eines internationalen High-Tech-Standorts anstreben
  • Förderung technologieintensiver Industrieansiedlungen und moderner Infrastrukturen

Wer ist betroffen?

  • Intel
  • Land Sachsen-Anhalt
  • Unternehmen aus technologischen Branchen

Zahlen/Fakten?

  • Land Sachsen-Anhalt hat Grundstücke von Intel abgekauft, ursprünglich für 10 Milliarden Euro förderte der Bund das Projekt.
  • Fläche von etwa 400 Hektar erworben, Industriefläche insgesamt etwa 1.100 Hektar.
  • Ziel ist die Etablierung eines High-Tech-Parks für technologieintensive Branchen.

Wie geht’s weiter?

  • Entwicklung des High-Tech Parks Sachsen-Anhalt weiterhin vorantreiben
  • Etablierung eines internationalen High-Tech-Standortes
  • Schaffung infrastruktureller Voraussetzungen für technologieintensive Industrieansiedlungen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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