Hessen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaft: Hessische Polizei gegen Sozialkriminalität
Wiesbaden () – Die hessische Polizei hat am Mittwoch ihren dritten landesweiten Aktionstag zur Bekämpfung der Sozialkriminalität durchgeführt. Wie das Hessische Landeskriminalamt (HLKA) mitteilte, waren rund 650 Mitarbeiter von Polizei, Zoll, Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main, Financial Intelligence Unit, kommunalen Gewerbe- und Ordnungsämtern, Jobcentern sowie der Steuerfahndung im Einsatz.
Der Fokus lag auf dem Missbrauch staatlicher Leistungen, reisenden Tätern, der Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls sowie der Sicherung kriminell erlangter Vermögenswerte.
Die Bilanz des Großeinsatzes, der vom HLKA geführt wurde, umfasst die Kontrolle von 1.071 Personen, 149 Objekten und 92 Fahrzeugen. Dabei wurden 32 Strafanzeigen gefertigt und über 68 Ordnungswidrigkeiten festgestellt.
Sechs Personen wurden vorläufig festgenommen. Zudem sicherten die Einsatzkräfte Vermögenswerte im Gesamtwert von rund 700.000 Euro, darunter etwa 76.000 Euro Bargeld, drei hochwertige Fahrzeuge sowie weitere Luxusgegenstände.
Erstmals wurde der Aktionstag mit Maßnahmen der hessischen Sommerkampagne gegen Wohnungseinbruchdiebstahl verbunden.
Innenminister Roman Poseck machte sich persönlich ein Bild von dem Einsatz an einer stationären Kontrollstelle auf dem Rastplatz Medenbach an der A3. Er betonte, die hessische Polizei zeige mit sichtbaren und umfangreichen Kontrollen ihr entschlossenes Handeln im Kampf gegen Kriminalität. Man dulde keine rechtsfreien Räume und lasse nicht zu, dass Menschen von Sozialleistungen auf Kosten des Staates lebten und gleichzeitig mit Luxusautos prahlten.
HLKA-Präsident Daniel Muth erklärte, Ziel sei es, insbesondere reisende Täter zu erkennen und deren Strukturen nachhaltig zu bekämpfen. Hessen sei kein Rückzugsraum für Täter.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Kontrollstelle (Archiv), Hessisches Landeskriminalamt via |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Dritte landesweite Aktion zur Bekämpfung von Sozialkriminalität in Hessen durchgeführt
- Rund 650 Einsatzkräfte kontrollierten über 1.000 Personen, 149 Objekte und 92 Fahrzeuge
- Sechs Personen vorläufig festgenommen und Vermögenswerte im Wert von etwa 700.000 Euro gesichert
Warum ist das wichtig?
- Bekämpfung von Sozialkriminalität schätzt den Missbrauch staatlicher Leistungen ein
- Sicherung kriminell erlangter Vermögenswerte trägt zur Entstehung von Rechtssicherheit bei
- Einsatz gegen Wohnungseinbruchdiebstahl fördert das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung
Wer ist betroffen?
- rund 650 Mitarbeiter von Polizei, Zoll, Staatsanwaltschaft, Financial Intelligence Unit, kommunalen Ämtern, Jobcentern, Steuerfahndung
- reisende Täter
- Personen, die staatliche Leistungen missbrauchen
Zahlen/Fakten?
- Rund 650 Mitarbeiter im Einsatz
- Kontrolle von 1.071 Personen, 149 Objekten, 92 Fahrzeugen
- Vermögenswerte im Gesamtwert von rund 700.000 Euro
Wie geht’s weiter?
- Weitere Kontrollen und Maßnahmen zur Bekämpfung von Sozialkriminalität geplant
- Intensivierung der Zusammenarbeit mit anderen Behörden
- Nachhaltige Bekämpfung der Strukturen reisender Täter
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