Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik und Wirtschaft in München
München () – Angesichts ausbleibender Reformprojekte übt der Chef des Münchner Ifo-Instituts scharfe Kritik an der Arbeit der Bundesregierung.
„Der entscheidende Fehler ist, dass die Koalition kein Konzept entwickelt hat, wo sie hin will. Im Koalitionsvertrag gibt es ein Sammelsurium von Einzelmaßnahmen, die man mehr oder weniger erfolgreich abarbeitet. Mehr gibt es nicht“, sagte Fuest dem „Stern“. Die Bundesregierung brauche eine glaubwürdige Gesamtstrategie, wie sie Deutschland in den nächsten Jahren wieder wettbewerbsfähig aufstellen wolle. Ein Plan, der die Menschen überzeuge und motiviere. „Das bisherige Agieren der schwarz-roten Koalition hat eher zu einer Verunsicherung in der Bevölkerung geführt“, sagte Fuest.
Für den Rückgang der Konsumausgaben der Bürger sieht der Ifo-Chef die Bundesregierung in der Mitverantwortung. „Viele machen sich Sorgen um ihre wirtschaftliche Zukunft. Hinzu kommt kurzfristige Verunsicherung durch Fehler wie das Vor und Zurück mit der Entlastungsprämie. Für alle Bürger, die sich auf eine Entlastung eingestellt haben, ist das Scheitern eine negative Nachricht, die Fragen zur Professionalität des Krisenmanagements aufwirft. In der aktuellen geopolitischen und ökonomischen Krise erwarten die Menschen eine gut durchdachte Politik“, sagte Fuest.
Mit Blick auf die steigenden öffentlichen Ausgaben fordert Fuest eine Begrenzung der Staatsquote. „Ich halte eine gesetzliche Regelung für dringend geboten, die die Staatsquote begrenzt, beispielsweise auf unter 50 Prozent. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Bund, Länder und Kommunen konsequent Ausgaben kürzen, unter anderem bei den Subventionen. Ich würde vorschlagen, die Subventionen in den nächsten fünf Jahren schrittweise zu halbieren. Ein solcher mehrjähriger Ansatz schafft Planbarkeit und Vertrauen.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bärbel Bas, Stefan Kornelius, Friedrich Merz am 19.05.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Chef des Münchner Ifo-Instituts kritisiert Bundesregierung für mangelnde Reformprojekte.
- Forderung nach einer glaubwürdigen Gesamtstrategie zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.
- Vorschlag zur Begrenzung der Staatsquote und Reduzierung von Subventionen.
Warum ist das wichtig?
- Fehlende Gesamtstrategie der Bundesregierung gefährdet Wettbewerbsfähigkeit
- Verunsicherung in der Bevölkerung durch inkonsistente politische Maßnahmen
- Forderung nach Begrenzung der Staatsausgaben zur Schaffung von Vertrauen und Planbarkeit
Wer ist betroffen?
- Bürger, die sich um ihre wirtschaftliche Zukunft sorgen
- Menschen, die auf Entlastungsmaßnahmen gehofft haben
- Bund, Länder und Kommunen, die Ausgaben kürzen müssen
Zahlen/Fakten?
- Staatsquote soll unter 50 Prozent begrenzt werden
- Subventionen sollen in den nächsten fünf Jahren schrittweise halbiert werden
- Rückgang der Konsumausgaben wird der Bundesregierung mitverantwortet
Wie geht’s weiter?
- Entwicklung einer Gesamtstrategie für Wettbewerbsfähigkeit
- Begrenzung der Staatsquote durch Ausgabenkürzungen und Subventionsreduzierung
- Verbesserung der Kommunikation und Planung zur Reduzierung von Verunsicherung in der Bevölkerung
- Sanierung der Trinkwasserleitungen in Dessau-Roßlau - 20. Mai 2026
- 13-Jähriger bei Fahrradsturz in Hamm schwer verletzt - 20. Mai 2026
- Deutsche Industrie hält sich für weniger wettbewerbsfähig - 20. Mai 2026
