EU-Projekt zu Europäischem Haftbefehl und Haftbedingungen gestartet

19. Mai 2026
1 min Lesezeit

EU-Projekt zu Europäischem Haftbefehl und Haftbedingungen gestartet

Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt

EU-Projekt zur Strafverfolgung in Bonn

() – Die Universität Bonn hat ein neues, von der Europäischen Kommission gefördertes Projekt zum Europäischen Haftbefehl gestartet. Wie die Hochschule mitteilte, wird das auf zwei Jahre angelegte Vorhaben mit rund 350.000 Euro unterstützt, wovon 150.000 Euro nach Bonn fließen.

Beteiligt sind Partner aus Amsterdam, Lublin und Paris.

Das Projekt mit dem Titel „Mutual Recognition and Detention Conditions“ untersucht, wie der Europäische Haftbefehl und andere Instrumente der Strafverfolgung wirksamer und zugleich grundrechtskonform angewendet werden können. Hintergrund ist die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs, wonach eine Überstellung ausgeschlossen sein kann, wenn im ersuchenden Staat systemische Mängel der Haftbedingungen drohen. „Die europäische Strafverfolgung lebt vom gegenseitigen Vertrauen der Mitgliedstaaten.

Dieses Vertrauen braucht aber klare rechtsstaatliche Maßstäbe“, sagte der Koordinator des Projekts, Martin Böse von der Universität Bonn.

Ziel des Projekts ist es, rechtliche und praktische Empfehlungen für Gerichte und Justizbehörden zu entwickeln. Dabei werden auch Alternativen zum Haftbefehl wie die Übertragung von Strafverfolgung oder grenzüberschreitende Maßnahmen zur Vermeidung von Untersuchungshaft in den Blick genommen.

Ein Gremium mit 23 Praktikern aus weiteren EU-Staaten soll die europaweite Nutzbarkeit der Ergebnisse sicherstellen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Uni Bonn (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Universität Bonn startet Projekt zum Europäischen Haftbefehl mit 350.000 Euro Förderung
  • Ziel: Untersuchung der Anwendung des Haftbefehls und Entwicklung rechtlicher Empfehlungen
  • Partner aus Amsterdam, Lublin und Paris beteiligen sich am Projekt

Warum ist das wichtig?

  • Förderung der EU für ein Projekt zur Verbesserung des Europäischen Haftbefehls
  • Untersuchung der rechtsstaatlichen Maßstäbe für die Strafverfolgung in Europa
  • Entwicklung von Empfehlungen zur Verbesserung der Haftbedingungen und Alternativen zum Haftbefehl

Wer ist betroffen?

  • Universität Bonn
  • Partner aus Amsterdam, Lublin und Paris
  • Gerichte und Justizbehörden

Zahlen/Fakten?

  • Projektkosten: rund 350.000 Euro
  • Fördermittel für Bonn: 150.000 Euro
  • Projektlaufzeit: 2 Jahre

Wie geht’s weiter?

  • Entwicklung rechtlicher und praktischer Empfehlungen für Gerichte und Justizbehörden
  • Untersuchung von Alternativen zum Haftbefehl
  • Sicherstellung der europaweiten Nutzbarkeit der Ergebnisse durch ein Gremium von 23 Praktikern
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