Oberster Verwaltungsrichter: Regierung muss Klimaversprechen halten

18. Mai 2026
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Oberster Verwaltungsrichter: Regierung muss Klimaversprechen halten

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Klimaschutz und Tierschutz in Leipzig

() – Der Präsident des Bundesverwaltungsgerichts, Andreas Korbmacher, erinnert die Bundesregierung an ihre gesetzlichen Verpflichtungen beim Klimaschutz. Das Klimaschutzprogramm müsse sämtliche Maßnahmen enthalten, um die gesetzlich festgelegten Ziele zur Minderung von Treibhausgasen einzuhalten.

„Das haben wir im Januar entschieden, und hieran hat sich nichts geändert“, sagte Korbmacher der FAZ mit Blick auf den Prüfbericht des Klimaschutzrates. Er sehe indes nicht, dass die Bundesregierung im Klimaschutzprogramm 2026 Abstriche von ihren Verpflichtungen habe machen wollen. „Der Expertenrat kann ja auch nur eine Prognose anstellen, und Prognosen sind bekanntlich mit Unsicherheiten behaftet“, gab Korbmacher zu bedenken.

Zu dem sogenannten Putenurteil des Bundesverwaltungsgerichts sagte Korbmacher, dieses sei „kein Urteil gegen Massentierhaltung“. Aber die Länder, die eine Tierschutzverbandsklage zuließen, eröffneten damit politisch gewollt Klagemöglichkeiten, um den Tierschutz zu stärken. Das Gericht hatte vor Kurzem entschieden, die Branchenstandards für die Intensivputenmast seien nicht tierschutzkonform.

Mit Blick auf die europäischen Vorhaben zur Wiederherstellung von Natur sagte der Gerichtspräsident, die EU habe „eine ganz große Naturschutzgesetzgebung beschlossen, die eigentlich dazu führt, dass wir weniger Infrastruktur bauen können“. Die Verpflichtungen zum Naturschutz seien „mit einem Riesenaufwand für den Bund, die Länder und die Kommunen verbunden“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundesverwaltungsgericht (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Präsident des Bundesverwaltungsgerichts erinnert Bundesregierung an Klimaschutzverpflichtungen
  • Urteil zu Putenhaltung kritisiert Branchenstandards als tierschutzwidrig
  • EU-Naturschutzgesetzgebung erfordert großen Aufwand für Bund und Länder

Warum ist das wichtig?

  • Erinnerung an gesetzliche Verpflichtungen beim Klimaschutz
  • Bedeutung der Einhaltung von Treibhausgas-Zielen für die Zukunft
  • Stärkung des Tierschutzes durch Klagemöglichkeiten in der Massentierhaltung

Wer ist betroffen?

  • Bundesregierung
  • Länder
  • Kommunen

Zahlen/Fakten?

  • gesetzliche Verpflichtungen der Bundesregierung beim Klimaschutz
  • Klimaschutzprogramm 2026
  • Entscheidung zu Branchenstandards in der Putenmast

Wie geht’s weiter?

  • Bundesregierung erinnert an Klimaschutzverpflichtungen
  • Vorschläge zur Minderung von Treibhausgasen müssen berücksichtigt werden
  • EU-Naturschutzgesetzgebung könnte Infrastrukturprojekte einschränken
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