CSU warnt vor sozialer Kälte bei Pflegereform

16. Mai 2026
1 min Lesezeit

CSU warnt vor sozialer Kälte bei Pflegereform

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Pflegepolitik in Berlin: Warnungen zur Reform

() – Der CSU-Landtagsfraktionschef Klaus Holetschek hat die Bundesregierung davor gewarnt, bei der anstehenden Pflegereform die Betroffenen zu einseitig zu belasten.

„Eine Reform, die den Kern unseres Sozialstaats aushöhlt, ist keine Modernisierung, sondern ein Kurs in soziale Kälte“, schreibt er in einem Gastbeitrag für das Nachrichtenmagazin „Focus“. Pflege dürfe nicht „zur Schicksalsfrage der Generationen“ werden.

Insbesondere wandte sich Holetschek gegen den Vorschlag, die gestaffelten Zuschüsse für Pflegeheimbewohner über einen längeren Zeitraum zu strecken. „Wenn die höheren Zuschussstufen künftig erst nach 18, 36 oder 54 Monaten greifen, wie aktuell diskutiert, würde das zwar Milliarden bei der Pflegeversicherung sparen, aber massiv zulasten der Betroffenen gehen“, schreibt der ehemalige bayerische Gesundheitsminister im „Focus“.

Holetschek warnt davor, dass eine Streckung der Zuschüsse laut Studien dazu führen könne, dass bis zu 50 Prozent der Pflegebedürftigen auf Hilfe zur Pflege angewiesen sein könnten. „Das wäre ein klassischer Verschiebebahnhof“, so Holetschek weiter. „Die Pflegeversicherung spart, während Kommunen und Bezirke stärker belastet werden.“ Für ihn stehe fest: „Hilfe zur Pflege darf nicht weiter zum Normalfall werden. Auch das ist eine Frage der Würde.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Seniorin mit Helferin (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Klaus Holetschek warnt vor einseitiger Belastung der Betroffenen bei der Pflegereform.
  • Er kritisiert die geplante Streckung der Zuschüsse für Pflegeheimbewohner.
  • Holetschek betont die Gefahr einer erhöhten Inanspruchnahme von Hilfe zur Pflege.

Warum ist das wichtig?

  • Warnung vor einseitiger Belastung der Pflegebedürftigen durch die Pflegereform
  • Risikobehaftete Streckung der Zuschüsse könnte 50% der Pflegebedürftigen in Anspruch von Hilfe zur Pflege treiben
  • Frage der Würde der Betroffenen muss berücksichtigt werden

Wer ist betroffen?

  • Pflegebedürftige
  • Pflegeheimbewohner
  • Kommunen und Bezirke

Zahlen/Fakten?

  • Zuschüsse für Pflegeheimbewohner könnten erst nach 18, 36 oder 54 Monaten greifen.
  • Studien zufolge könnten bis zu 50 Prozent der Pflegebedürftigen auf Hilfe zur Pflege angewiesen sein.
  • Holetschek warnte, dass die Pflegeversicherung spart, während Kommunen und Bezirke stärker belastet werden.

Wie geht’s weiter?

  • Bundesregierung soll Betroffene nicht einseitig belasten
  • Zuschüsse dürfen nicht auf Kosten der Pflegebedürftigen gestreckt werden
  • Warnung vor steigender Abhängigkeit von Hilfe zur Pflege
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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