Berlin - Was ist passiert – was dahinter steckt
Forschung und Gedächtnis in Berlin
Berlin () – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den von der Humboldt-Universität zu Berlin koordinierten Sonderforschungsbereich (SFB) 1315 für weitere vier Jahre mit insgesamt über 13 Millionen Euro. Das hat die Universität am Freitag mitgeteilt.
Der SFB mit dem Titel „Mechanismen und Störungen der Gedächtniskonsolidierung: Von Synapsen zu Systemen“ erforscht, wie das Gehirn Informationen speichert und in langfristiges Wissen, Einstellungen und Fähigkeiten umwandelt.
In der dritten und letzten Förderphase wollen die Wissenschaftler unter anderem die Auswirkungen von Schlaf, Alterung und Erkrankungen wie Demenz und Alzheimer auf das Gedächtnis untersuchen. Neu sei, dass nun auch Stoffwechselprozesse erforscht und spezifische Lernmuster stärker in den Fokus genommen werden, sagte Matthew Larkum, Sprecher des SFB und Professor für Neuronale Plastizität an der HU. In Teilprojekten der Charité – Universitätsmedizin Berlin werden demnach VR-Headsets eingesetzt, um die Gedächtnisleistung von Kindern und Erwachsenen zu simulieren und zu untersuchen.
Eine zentrale Erkenntnis aus den ersten beiden Förderphasen sei, dass die entscheidende Grundlage für das Langzeitgedächtnis eines Ereignisses kurz nach dessen Eintreten gelegt wird – innerhalb der ersten 20 bis 30 Minuten.
Der SFB verbindet molekulare, zelluläre, netzwerkbasierte und verhaltensbezogene Ansätze und forscht an verschiedenen Spezies, darunter Menschen, Vögel, Fliegen, Nagetiere und Bienen. Beteiligt sind neben der HU und der Charité unter anderem das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, die Freie Universität Berlin, die Technische Universität Berlin sowie weitere Einrichtungen in Berlin, Magdeburg, Bonn, Greifswald und Frankfurt am Main.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Humboldt-Universität (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- DFG fördert Sonderforschungsbereich 1315 der Humboldt-Universität für weitere vier Jahre mit über 13 Millionen Euro.
- Forschung zu Gedächtniskonsolidierung, einschließlich Einfluss von Schlaf, Alterung und Erkrankungen wie Demenz.
- Neu: Untersuchung von Stoffwechselprozessen und spezifischen Lernmustern; Einsatz von VR-Headsets zur Gedächtnisleistungssimulation.
Warum ist das wichtig?
- Vertiefung des Verständnisses über Gedächtniskonsolidierung und deren Störungen
- Einfluss von Schlaf, Alterung und Krankheiten auf das Gedächtnis erforschen
- Anwendung neuer Technologien wie VR zur Verbesserung der Gedächtnisleistungen
Wer ist betroffen?
- Wissenschaftler der Humboldt-Universität zu Berlin
- Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin
- Beteiligte Institutionen in Berlin, Magdeburg, Bonn, Greifswald und Frankfurt am Main
Zahlen/Fakten?
- DFG fördert SFB 1315 mit über 13 Millionen Euro für 4 Jahre
- Titel: „Mechanismen und Störungen der Gedächtniskonsolidierung: Von Synapsen zu Systemen“
- Entscheidende Grundlage für Langzeitgedächtnis wird in den ersten 20-30 Minuten gelegt
Wie geht’s weiter?
- Untersuchung der Auswirkungen von Schlaf, Alterung und Erkrankungen auf das Gedächtnis
- Erforschung von Stoffwechselprozessen und spezifischen Lernmustern
- Einsatz von VR-Headsets zur Simulation und Untersuchung der Gedächtnisleistung
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